Bürger mit grünem Daumen: Verkehrsinsel wird zum Blickfang

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Naturfreunde mit grünem Daumen: Daniel Greitsch (4.v.r.) und Christian Pohlmann (2.v.l.) kümmern sich um die Verkehrsinseln und sprachen deshalb mit den Gärtnern Markus Schauerte und René Hülle sowie mit Marc Trappe (r.) vom Bauamt.

Der Pflanztopf zeigt Wirkung: Die Gemeinde unterstützt Bürger, die öffentliche Plätze grüner machen. So werden Verkehrsinseln nun zum Blütenmeer.

Nachrodt-Wiblingwerde – Trostlos sieht sie aus, die kleine Verkehrsinsel am Meisenweg 11. Die letzten Blumen sind verblüht, das Unkraut wuchert. Zwei Poller haben die besten Tage hinter sich. Auch schräg gegenüber gibt es ein ähnliches Bild. Dort ranken die Bodendecker-Rosen bis auf den Bürgersteig. 

Doch die Rettung naht: Daniel Greitsch und Christian Pohlmann kümmern sich jetzt um die Verschönerung der Verkehrsinseln vor ihren Haustüren – und zwar im Rahmen des sogenannten Pflanztopfes, den es in der Gemeinde gibt. 

Wer bereit ist, ein Auge auf öffentliche Flächen zu werfen, sie zu bepflanzen und in Schuss zu halten, bekommt von der Gemeinde die Kosten für die Pflanzen erstattet. Für die Inseln am Meisenweg haben Daniel Greitsch und Christian Pohlmann schon einige Ideen. 

Baum soll bleiben

Aber für den Wunsch, die zwei Bäume dort zu fällen, gibt es kein Okay. „Wir werden keine gesunden Bäume entfernen“, sagt Marc Trappe, der das Bauamt vertrat und mit den Gärtnern Markus Schauerte und René Hülle vor Ort war. Es wäre, so sagt Marc Trappe, ein absolutes Negativbeispiel, wenn man in einer Zeit, in der viele Bäume aufgrund des Borkenkäfers sterben würden, die Baumhaseln entfernen würde. 

Diese Argumente können Daniel Greitsch und Christian Pohlmann nachvollziehen. Und weil die Wurzeln des Laubbaumes die Verkehrsinseln „untergraben“, wird zum Bepflanzen nun Erde angeschüttet. „Wir werden schon einen guten Kompromiss finden“, sagt Christian Pohlmann. 

Poller kommen weg

Und: Die Poller, die verhindern sollten, dass Autofahrer über die Verkehrsinseln fahren, dürfen entfernt werden. Mehr als 1000 Bäume hat die Gemeinde in ihrem Bestand. Die Gärtner, die beim Baubetriebshof arbeiten, kämpfen gegen die Trockenheit, die den Bäumen seit drei Jahren zu schaffen macht. „Im vergangenen Jahr hat uns die Feuerwehr bei der Bewässerung geholfen“, sagt René Hülle. 

Es sind besonders die Fichten, die in den nächsten Jahren nach Ansicht der Experten nicht mehr zu retten sein werden. „Der Borkenkäfer ist nicht bekämpfbar.“ Ein Beispiel für das aktuelle Baumdrama ist aktuell am Finkingsen zu sehen. Dort mussten unzählige Bäume gefällt werden.

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