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Briefwahl-Ansturm: So wappnet sich Nachrodt

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Start der Briefwahl in Berlin
Der Anteil der Briefwähler dürfte wahrscheinlich hoch sein. © Gregor Fischer

„Wir haben erfahrene Leute und kriegen das hin“, sagt Denise Alexius. Sie kümmert sich in der Doppelgemeinde um Wahlangelegenheiten. Zur bevorstehenden Bundestagswahl hat sie sich bereits einige Gedanken gemacht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD die Union in einer Umfrage eingeholt. Beide Parteien liegen bei 22 Prozent, die Grünen bei 17 Prozent. „Bei der Stimmungslage im Moment muss nur einer dumm in die Kamera gucken, dann kriegt er zwei Punkte weniger“, meint der Nachrodt-Wiblingwerder SPD-Fraktionsvorsitzende Gerd Schröder.

Gewählt wird am 26. September. Die Wahlbenachrichtigungen für die Nachrodt-Wiblingwerder Wähler gehen jetzt raus. Es gibt 4754 Wahlberechtigte, darunter 2419 Frauen und 2335 Männer. 256 junge Menschen dürfen zum ersten Mal wählen.

Die meisten Wahlberechtigten sind übrigens zwischen 50 und 59 Jahre alt – nämlich 1013, gefolgt von den ältesten Wählern, die 70 Jahre und älter sind. In dieser Altersklasse gibt es 950 Wahlberechtigte. Zur Wahlurne dürfen 502 Männer und Frauen zwischen 21 und 29 Jahre, 662 zwischen 30 bis 39 Jahren, 633 zwischen 40 und 49 Jahren und 801 zwischen 60 und 69 Jahren gehen.

Es gibt sechs Wahllokale: das Jugendzentrum, die Grundschule Nachrodt, die Sekundarschule, die Lennehalle, die Turnhalle Wiblingwerde und das Gemeindehaus Wiblingwerde. Zudem gibt es zwei Briefwahl-Vorstände. Insgesamt sind 56 Wahlhelfer bei der Bundestagswahl dabei. Zwangsverpflichtet wurde niemand. „Viele haben sich freiwillig gemeldet, das war in diesem Jahr kein Problem“, sagt Denise Alexius, die im Amtshaus für die Koordination der Wahlen zuständig ist.

Wer am 26. September nicht ins Wahllokal gehen kann, kann per Brief abstimmen. Seit 2009 ist dies ohne Angaben von Gründen möglich. Wer die Briefwahl nutzen will, muss einen Wahlschein beantragen. Dies geht mit einem Formular, das mit den Wahlunterlagen verschickt wird, aber auch schon vorher mit einer entsprechenden Mitteilung an die Gemeinde. Denise Alexius rechnet mit vielen Briefwählern, ist sich aber sicher, mit zwei Briefwahlvorständen auszukommen.

„Wir haben erfahrene Leute und kriegen das hin.“ Bei riesigem Andrang könnte man auch einen dritten Briefwahl-Vorstand einrichten. Bei der letzten Bundestagswahl gab es 30,57 Prozent Briefwähler. Viele Städte rechnen jetzt mit 50 Prozent.

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