In Nachrodt

Brieftaube hat sich verirrt - und will nicht wieder weg

Die Brieftaube hat sich nach Nachrodt verirrt und will nicht wieder weg.
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Die Brieftaube hat sich nach Nachrodt verirrt und will nicht wieder weg.

„Schnubbel“ gefällt‘s in Nachrodt: Jegliche Versuche die Brieftaube, die sich scheinbar verirrt hat, zu fangen, schlugen fehl. Dennoch: Sie kommt immer wieder.

Nachrodt-Wiblingwerde – Sie ist augenscheinlich noch jung, bildschön gefiedert und macht keine Anstalten, ihr neues Zuhause zu verlassen. Eine Brieftaube hat sich bei Heidi Ziebach niedergelassen. Am vergangenen Samstag kam sie plötzlich in der kleinen Garten-Idylle vor dem Mehrfamilienhaus an der Von-Bodelschwingh-Straße angeflogen.

Nun pickt sie das Körnerfutter, das Heidi Ziebach eilig herbeigeschafft hat, fliegt von Vogelhäuschen zu Vogelhäuschen und hüpft neugierig zu den Figuren auf der Wiese. Manchmal macht sie kurze Ausflüge, kommt dann aber wieder zurück. Es gefällt ihr wohl in Nachrodt. „Es ist spannend mit ihr“, sagt Heidi Ziebach, die sich um die kleine Taube sorgt. Denn irgendjemand wird sie vermissen. Und wie sollte sie den Herbst und Winter überleben?

Trotz Ring am Fuß: Schnubbel gibt Identität nicht preis

Wie bei Brieftauben üblich, so trägt auch „Schnubbel“, wie Heidi Ziebach das schöne Tier nennt, Ringe, die im Prinzip wie ein Personalausweis fungieren. Damit könnte man den Besitzer finden. Doch zu erkennen ist nichts, denn so nah lässt „Schnubbel“ niemanden an sich heran.

„Ich habe auch Herrn Skroch informiert, aber die Taube war auch für ihn zu jung und zu schnell“, erzählt Heidi Ziebach. Bernd Greif hat vom Gartenmarkt „Mein Garten“ nun einen großen Vogelkäfig gebracht. „Schnubbel“ schaute aber nur mal von Weitem interessiert hinein. Dass sie sich freiwillig fangen lässt, erscheint unwahrscheinlich. Und nun?

Jung und unerfahren oder einfach nur kleine Pause?

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum sich eine Brieftaube verirren kann. „Möglicherweise wurde der Schwarm durch einen Greifvogel gestört, so dass der Schwarm panikartig auseinander gestoben ist. Insbesondere Jungtauben, die sich noch in der Gewöhnungsphase befinden – also die Umgebung des heimatlichen Taubenschlages erst kennen lernen müssen – können sehr empfindlich auf unterschiedliche Störfaktoren reagieren“, so der Verband deutscher Brieftaubenzüchter.

„Gerade auf der Heimreise von einem Distanzflug kann es vorkommen, dass Tauben rasten und sich neu orientieren, ehe sie die Heimreise fortsetzen. Meist ziehen sie nach einiger Zeit weiter; manchmal lassen sie sich auch gerne versorgen“, so der Verband. Eine Rettung ist noch nicht in Sicht.

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