Mit Peter Pan ins Nimmerland

Da staunten vor allem die kleinen Besucher nicht schlecht, als sie in die sonst eher karge Lennehalle kamen. Denn dort erwartete sie eine 35 Meter lange Bühne mit einem Wald, Meer, einem Piratenschiff und sogar einem Himmel. -  Foto: Lydia Schmitz-Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - So viel Mühe und dann doch so wenige Zuschauer. Die Premiere des traditionellen Winterstücks des Amateuertheaters Brettken am Drögen Pütt am Samstag war eher schlecht besucht. Die Zeiten, dass die Ränge bereits eine halbe Stunde vorher komplett gefüllt waren und sich die Zuschauer um die besten Plätze stritten, scheinen vorbei zu sein.

Dabei hatten die Mitglieder wieder jede Menge Liebe in ihr neues Stück gesteckt. Monatelang hatten sie geprobt, am Bühnenbild gebastelt und alles bis ins allerletzte Detail geplant. Und so staunten vor allem die kleinen Besucher nicht schlecht, als sie in die sonst eher karge Lennehalle kamen. Denn dort erwartete sie eine 35 Meter lange Bühne mit einem Wald, Meer, einem Piratenschiff und sogar einem Himmel.

Auch wenn es nicht so viele Zuschauer waren, blieb die besondere Brettken-Atmosphäre jedoch bestehen. Vor dem Stück wuselten die Kinder durch die Halle, tobten sich noch einmal kräftig aus. Hinter und neben den Kulissen wurden noch ein letztes Mal die Texte durchgegangen. Eltern und Großeltern kauften Waffeln und vertieften sich in intensive Gespräche.

Beim Brettken trifft man sich halt einmal im Jahr. Viele unter den älteren Zuschauern sahen schon als Kinder die Wintermärchen, erinnerten sich beispielsweise lachend daran, wie sie als kleine Dötze vor dem Bären in Schneeweißchen und Rosenrot erschraken.

Nun waren sie selbst mit ihren Kindern dort und die huschten rasch auf ihre Plätze als das Licht ausging. Denn nun begann die Vorführung, auf die sie sich so gefreut hatten. Lustig und spannend wurde die Geschichte von Peter Pan erzählt, jenem Jungen, der mit den anderen „verloren Jungen“ auf der traumhaften Insel Nimmerland lebt und sich abenteuerliche Schlachten mit dem Piraten Kapitän Hook liefert.

Die Geschichte begann mit einem nächtlichen Ausflug nach London. Gemeinsam mit Fee Tinkabell begegnet Peter Wendy Darling, die unglaublich spannende Geschichten erzählen kann. Er nimmt Wendy und ihre Brüder John und Michael mit ins Nimmerland. Die Kinder im Publikum staunten nicht schlecht, als die Fünf plötzlich hoch oben über den Köpfen der Zuschauer flogen. Möglich wurde dies durch ein vier Meter hohes Gerüst.

Die Zuschauer verfolgten gespannt das Geschehen und spendeten immer mal wieder kräftigen Szenenapplaus. Einziger Kritikpunkt waren die Gesangseinlagen. Diese waren leider nicht immer gut zu verstehen und auch wurde nicht jeder Ton getroffen. Aber das störte keinen wirklich, die Erwachsenen hörten drüber hinweg und die Kinder waren eh fasziniert von der Geschichte. Die unglaubliche Detailverliebtheit und Mühe, die die Schauspieler investierten, war bewundernswert und allen Lobes wert.

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