500 bis 600 Festmeter „Käferholz“ in Nachrodts Wäldern

Borkenkäfer-Plage bereitet Förster Christof Schäfer Kopfzerbrechen

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Förster Christof Schäfer bereitet der Borkenkäfer in diesem Jahr viel Kopfzerbrechen.

Nachrodt-Wiblingwerde - 56,6 Prozent der Gemeindefläche von Nachrodt-Wiblingwerde (29,03 Quadratkilometer) sind mit Wald bestanden. Diese 1637 Hektar zu bewirtschaften, ist unter anderem Aufgabe von Förster Christof Schäfer und weiteren Fachkräften sowie Eigentümern. 2018 dominierten zwei Ereignisse das Geschehen im Forst der Doppelgemeinde. Anfang Januar das Sturmtief Friederike, das große Schäden anrichtete und einmal mehr die Borkenkäferplage.

Sie breitete sich aufgrund des trockenen und warmen Wetters dramatisch aus. Beides zusammen, so sagte auf Anfrage Förster Christof Schäfer, „hat noch immer große Auswirkungen auf den Holzmarkt.“ Allein den Befall an Käferholz bilanziert der Forstamtmann auf „aktuell etwa 500 bis 600 Festmeter.“ Und dieses Holz „ist völlig entwertet.“

Dabei, so räumt er ein, „sind wir in Nachrodt-Wibingwerde im Vergleich mit dem Norden des Märkischen Kreises „noch mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Denn wegen des warmen Wetters hatten sich die Borkenkäfer extrem vermehrt. Vor allem die Arten Buchdrucker und Kupferstecher fielen dabei negativ im Wald auf. Der Buchdrucker bevorzugt geschwächte Fichten. Der Kupferstecher attackiert auch jüngere, gesunden Fichten.

Holzpolter-Lager – weit weg vom Wald und anderen Bäumen. Sind die Hölzer vom Borkenkäfer befallen, müssen sie möglichst neutral gelagert werden, sofern man sie noch verarbeiten kann. Ausgelegt werden aber auch spezielle Fangholz-Polter für die Käfer, um sie dann zu töten.

Auswirkungen?

Und wie stark waren die Auswirkungen auf die Holzpreise? Durch die sturmgeschädigten Bäume und die Käferhölzer gab es ein Überangebot an Fichtenstammholz. Das drückte die Preise massiv.

Was bleibt zu tun?

Und was jetzt tun? Schäfer hofft auf Regen und nicht zu hohe Temperaturen. Denn zurzeit überwintern viele Käfer noch im Boden. Es bleibt ihm nur, vom Borkenkäfer befallene Bestände schnell aus dem Wald zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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