Gold und Brillanten für Clever und Hülle

Gerhard Clever erhielt aus den Händen von Gisela Gundermann Urkunde, Ehrennadel und ein kleines Geschenk.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist Dienstagabend 19 Uhr. Bei Gisela Gundermann in Rennerde beginnen die Vorbereitungen auf die Blutspende am nächsten Tag. Frikadellen braten steht auf dem Programm. 230 Stück wird sie schon brauchen. Denn nach der Blutspende haben die Wiblingwerder in der Regel Hunger auf etwas Deftiges.

Gundermann kennt sich aus. Schon seit mehr als zehn Jahren organisiert sie die Aktionen im Wiblingwerder Gemeindehaus.

Noch bis Mitternacht wird sie in der Küche stehen und die Fleischbällchen braten. Die Nacht ist also kurz. Denn schon um 8 Uhr geht es am Blutspendetag weiter. Einkaufen steht dann auf ihrem Programm. „Das Wichtigste ist Mett für die Brötchen“, erklärt sie. Das sei sehr gefragt. Aber in den Korb wandern auch anderer Aufschnitt, Käse, Brot, Schokolade, Obst und Getränke. Der Kofferraum ihres kleinen Autos ist nach der Tour durch das Lebensmittelgeschäft voll.

Jetzt heißt es Beeilung, denn im Gemeindehaus gibt es noch einiges zu tun. Dort warten bereits die weiteren Helfer. Brote schmieren und Tische rücken stehen auf dem Arbeitsplan. Damit das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Liegen aufstellen kann, müssen die Tische und Stühle an die Seite gestellt werden. Zeitgleich müssen Tische, denen die Spender sich später stärken können, gedeckt und dekoriert werden.

Gegen 15.30 Uhr trifft das Team des DRK ein. Der Endspurt beginnt. Noch eine Stunde, dann kommen die ersten Spender. Die Anspannung wächst. Wie viele werden es wohl dieses Mal sein? „Auf die Wiblingwerder ist Verlass, die kommen schon“, weiß Gundermann. Außerdem gebe es immer mehr Besucher aus den angrenzenden Städten. Schnell füllt sich der Saal. Die Schlange vor der Anmeldung wird immer größer. „Wir sind hier so etwas wie eine große Familie. Zum Blutspenden geht man nicht nur, um anderen zu helfen, sondern auch um Bekannte zu treffen und zu klönen“, weiß Gundermann.

Je voller es wird, desto stressiger wird es auch für Gundermann und ihr Team. Doch sie alle machen ihre Arbeit gerne. „Es ist Ehrenamt. Natürlich ist es anstrengend, aber wenn die Leute zufrieden nach Hause gehen und man weiß, dass man etwas Gutes getan hat, ist das einfach toll“, erklärt sie. Und dann ist sie auch schon wieder verschwunden. Schließlich müssen die Ehrungen vorbereitet werden. Treue Blutspender bekommen ein Dankeschön.

Einer von ihnen ist Gerhard Clever. 75 Mal hat er bereits auf der Spenderliege Platz genommen. „Für mich ist das einfach selbstverständlich. Seit ich 18 bin und spenden darf, mache ich das auch. Es geht einfach darum, etwas für andere zu tun“, erklärt er, während Gisela Gundermann ihm seine Urkunde und das Blutspender-Ehrenzeichen in Gold mit Eichenkranz und Brillanten überreicht. Doch nicht nur er wurde am Mittwoch geehrt, sondern auch Gerwin Hülle (75 Blutspenden), Kathrin Püschel (50), Christian Schulte und Volker Dresel (je 25) sowie Anke Bäcker, Peter Jung, Henrike Dresel und Marina Muth (je 10). Insgesamt kamen am Mittwoch übrigens 91 Blutspender, darunter fünf Erstspender. - Lydia Machelett

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