Emsiges Treiben noch vor dem Verkaufsstart

Blick hinter die Kulissen des Nachrodter Trödelmarktes in der Lennehalle

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Die Förderer und Betreiber des Gartenhallenbads profitieren von guterhaltenen Trödelartikeln, die sie gespendet bekommen und zum Baderhalt verkaufen können.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist früh am Samstagmorgen und doch herrscht schon reger Betrieb in der Lennehalle. Es laufen die Vorarbeiten für den großen Hallentrödel am kommenden Tag. Viele ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz, um die Großveranstaltung zu stemmen.

Das erste Mal geschwitzt sind die Helfer bereits nach der ersten Tat. „Wir beginnen immer damit, die Tribüne einzufahren. Dafür brauchen wir schon den einen oder anderen starken Mann“, erklärt Organisator Christian Pohlmann.

Nun müssen noch die schweren Tore aus der Halle und dann kann mit dem Aufbau begonnen werden. Alles folgt einem genauen Plan, schließlich sollen hier am Ende mehr als 70 Meter Standfläche Platz finden und jeder genau den Platz bekommen, den er zuvor online gebucht hat. 

„Wir haben uns über die Jahre kontinuierlich professionalisiert. Neu ist, dass wir die Plätze in diesem Jahr über einen Onlineshop vermarktet haben“, erklärt Pohlmann. So hätte sich jeder, der sich früh genug gekümmert hat, seinen Lieblingsplatz per Klick sichern können und es komme zu keinen Diskussionen mehr. 

Besonders beliebt sind die äußeren Stände, insbesondere an der Tribüne. Nicht so gefragt, sind die mittendrin. „Der Markt ist wieder extrem gut angenommen worden. Wir haben jetzt noch 40 Interessenten auf der Warteliste. Aber es sieht eher schlecht aus für sie“, sagt der Organisator.

Denn inzwischen werden die Stände nur drei Wochen im Vorfeld angeboten. Durch die zeitnahe Buchung komme es zu deutlich weniger Absagen vor der Veranstaltung.

Auf den Zentimeter genau werden die Stände vermessen und die Markierungen auf den Boden geklebt. Währenddessen beginnen die Frauen mit dem Einrichten der Cafeteria und mit dem Aufbau des Spendenstandes – der bereits nach den ersten Kisten voll war. 

„Wir haben total viele Trödelsache für den Spendentisch bekommen. Der Erlös geht übrigens ans Gartenhallenbad“, erläutert Pohlmann. Aus den Kisten zaubern die Helfer Kurioses, Schönes, Antikes – und leider auch manch Wertloses. „Was man wirklich gar nicht mehr verkaufen kann, weil es zum Beispiel zu stark beschädigt ist, entsorgen wir – aber das meiste ist wirklich toll“, freut sich Pohlmann. 

Und die Helferinnen wissen auch, dass Trödelmarktbesucher ein undurchsichtiges Volk sind. Denn eines haben sie gelernt, die Dinge von denen sie dachten, dass sie nie verkauft werden, sind immer als erstes weg. Im vergangenen Jahr sei beispielsweise ein Militärfernrohr dabei gewesen. Zunächst hätte keiner etwas damit anfangen können, dann sei aber klar gewesen, dass sie dort eine echte Rarität liegen haben. Und tatsächlich, ein Sammler gab dafür mehr als 100 Euro.

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