Blick hinter die Kulissen eines Blutspendetermins / „Blümkes sind wichtig“

Viel Arbeit im Verborgenen

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tschen Roten Kreuzes im Bereich Altena und Lüdenscheid, beim jüngsten Spendentermin im evanglischen Gemeindehaus.

Für das Team vom DRK-Blutspendedienst beginnt die Blutspende vor Ort etwa eineinhalb bis zwei Stunden, bevor die ersten Spender kommen. Für Gisela Gundermann beginnt die Blutspende am Tag davor. Viele Dinge sind dann zu erledigen, die die Kundschaft vielleicht kaum bemerkt.

 Wenn am Mittwoch Blutspende ist, heißt es für die Rennerderin: Am Dienstag Einkaufen gehen, und zwar nicht zu knapp. Fünf Kilogramm Hackfleisch zum Beispiel. Das reicht für 140 oder 150 kleine Frikadellen, die zu ihrer Spezialität geworden sind. Dazu kommen Würstchen, Mett und Obst, und, und... – und „Blümkes“, die sind wichtig, aus dem örtlichen Gartencenter. „Das Auge muss mitessen“, sagt Gisela Gundermann, für die das Catering bei den DRK-Terminen eine große Rolle spielt. Etwa drei Stunden, schätzt sie, gehen allein für die Einkäufe drauf. Brot, Brötchen und Teilchen werden beim Bäcker Brockmann bestellt. Die Tischdecken zum Beispiel bringt sie dann ebenfalls mit an den Ort der Blutspende und sorgt für die Dekoration. „Ich mag es eben nicht, wenn die Tische kahl sind.“ So erklärt es sich dann, dass Gundermann mit ihrem Lebensgefährten Norbert Grebe schon gegen 13.30 Uhr vor Ort ist, wenn die ersten Spender gegen 16.30 Uhr eintrudeln. Feierabend ist für die beiden dann erst um 21 Uhr, aber egal: „Wir machen das gerne, Norbert und ich.“ Das gilt sicherlich auch für die anderen ehrenamtlichen im Team. Aber auch der DRK-Blutspendedienst hat seine Aufgaben zu erfüllen – und das sind ebenfalls nicht wenige. Michael Pingel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Altena und Lüdenscheid, berichtet, dass für einen jeden Blutspendetermin rund 1,5 Tonnen Material bewegt werden müssen. Wenn es, wie im Gemeindehaus Wiblingwerde mit Liegen und allem Zubehör gar in den ersten Stock gehen muss, wird das schon bei der Einsatzplanung berücksichtigt – sprich, es muss mehr Zeit eingerechnet werden. Dann gilt es, den Raum mit allem Material zu bestücken und zum Beispiel die ersten Blutbeutel mit Barcodes vorzubereiten. Die Schüttelwagen an den Liegen müssen eingerichtet und auf eine korrekte Eichung überprüft werden, die PCs hochgefahren werden. Auch die Blutspendetermine im Höhendorf werden mittlerweile über eine online-Verfahren unterstützt. Alle vor Ort erfassten Daten werden dabei über eine gesicherte Online-Verbindung an den Blutspendedienst in Hagen übertragen. Was sicherlich manch einer nicht weiß: Werden für die Blutabgabe bei einem Spender mehr als zwölf Minuten benötigt, so gilt der als „Langsamläufer“ – ein Aufkleber mit einer grünen Uhr auf dem Blutbeutel signalisiert das, aber am PC wird dieses Merkmal ebenso erfasst, übrigens auch, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden. „Das alles dient dazu, das Produkt so sicher wie möglich zu machen“, sagt Michael Pingel. Zum Gelingen haben am Mittwoch 64 Spender beigetragen, „darunter viele junge Leute“, berichtet Gisela Gundermann. Erstspender waren Tim Heiermann, Sven Muth und Stefanie Pape. Für die jeweils 25. Spende dankte das DRK Stefan Knappstein und Andreas Bach.

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