K 24 bleibt Reiz-Thema

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ SPD-Ratsmitglied Gerd Schröder, nicht dafür bekannt, cholerisch zu sein, reagierte ausgesprochen verärgert, meckerte massiv in der Weihnachtsratssitzung: Die K 24 schon wieder gesperrt und er hatte es kommen sehen. Die durchaus nicht unwichtige Kreisstraße ist wegen gefährlicher Eisplatten gesperrt. Und Schröder hatte bereits im vergangenen Jahr, sowie im Sommer diesen Jahres auf diese Gefahr hingewiesen. Gar Fotos habe er verschickt.

Bauarbeiten hatte es im Herbst gegeben. Im Oktober war die K24 voll gesperrt worden: Grund waren nicht nur Hangsicherungsmaßnahmen im Bereich der Serpentinen, sondern auch Trockenlegungsmaßnahmen. Wegen einer im Hang sitzenden Quelle lief großflächig Wasser über die Straße. Mit den Bauarbeiten sollte, so verlautete es damals seitens des Kreises, der Straßenbereich trockengelegt werden, um eben zu verhindern, dass sich im kommenden Winter gefährliche Eisplatten bilden.

Die Bauarbeiten wurden wegen des Schulbusverkehrs extra in den Bereich der Herbstferien gelegt. Die Kosten für die Maßnahme bezifferte Kreispressesprecher Hendrik Klein seinerzeit auf rund 25 000 Euro. Ob es sich nun um jene Stelle handelt, bei der nun die Eisplatten auftreten, war nicht klar.

Davon ist aber Gerd Schröder überzeugt. Seine Befürchtung nun ist, dass angesichts der angespannten finanziellen Situation der Kreis am Ende trotz der Zusage etwas zu tun, die Kosten scheue und künftig Warnschilder aufstellen werde. Und die Wiblingwerder, darunter etliche Schulkinder, unter der Situation leiden müssen.

Bleibt noch ein Nachtrag zu einem weiteren K24 -Thema: Rasende Motorräder und Quad-Fahrer, die laut und schnell fahrend die Idylle stören. Ein Durchfahrverbot für derartige Gefährte oder andere Maßnahmen lehnte die zuständige Behörde ab. Das könne nur bei Unfallschwerpunkten auf einer überregionalen Straße angeordnet werden. Und davon könne einfach keine Rede sein. Auch Messungen der Gemeindeverwaltung hatten ergeben, dass dort nicht besonders gerast werde, hieß es auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung.

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