Kein Tandem mit Tupat und Hollstein

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In Rennerde bringt sich Bürgermeisterin Birgit Tupat in Form für die Radtour im Rahmen des „Lenne lebt“-Tages.

Nachrodt-Wiblingwerde - Eine Runde durchs Dorf hat Birgit Tupat schon gedreht. Die Bürgermeister-Radtour, die im Vorfeld des Aktionstags „Lenne lebt“ stattfindet, wird in puncto Steigung ein Klacks sein gegen die Berge von Rennerde. Die Bürgermeisterin freut sich drauf – auch weil die Lenneroute mit dieser Aktion als touristische Attraktion ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt.

Wenn nur dieses Stück B 236 nicht wäre! Malerisch ist es, wenn Radfahrer in Altena entlang der belebten Lenneterrassen in Richtung Nachrodt aufbrechen. Kurz darauf folgen allerdings ein paar graue Kilometer, die es zu überwinden gilt und die den Fahrer auch manche Überwindung kosten. „Das Sahnestück der Lenneroute, in das man bei uns am alten Bahnhof Lasbeck einsteigt, muss man den Radlern einfach schmackhaft machen. Wir müssen ihnen zeigen, dass es sich richtig lohnt, das nicht so tolle Teilstück hinter sich zu lassen“, erklärt Birgit Tupat.

Sie selbst wird es nehmen in der Woche vor dem Aktionstag „Lenne lebt“ am 17. August. In Altena wird sie mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein losradeln und in Letmathe den Staffelstab an den Iserlohner Amtskollegen Dr. Peter Paul Ahrens weiterreichen. Das Gerücht, dass es in Altena auf einen Tandem losgehen soll, ist weder aus dem Nachrodter Amtshaus, noch aus dem Altenaer Rathaus bestätigt. „Das müssten wir auch noch mal üben“, erklärt Birgit Tupat schmunzelnd.

Radfahren hat sie einst in ihrem Heimatdorf Rennerde gelernt, auf einem kleinen gelben Kinderfahrrad ohne Rücktrittbremse. „Ich bin aber nie in den Brennnesseln gelandet, so wie meine Schwester.“ Die aber lud Birgit Tupat später im Erwachsenenalter zu einer Radtour von Rennerde nach Veserde ein – und zwar auf direktem Weg. „Wenn man bei uns in den Wald einsteigt und erst an der K 24 an der Kuhweide wieder rauskommt, dann weiß man, was man getan hat“, erinnert sich die Bürgermeisterin lachend zurück.

Dass die Doppelgemeinde ein durchaus reizvolles Pflaster für den nicht-motorisierten Zweiradverkehr sein kann, das beobachtet Birgit Tupat beim Verein „2Radfahren Nachrodt“, der regelmäßig zu den tollsten Touren durch das Gemeindegebiet aufbricht. Seitdem E-Bikes etabliert sind, sieht man auch immer mehr ungeübte Hobbyradler auf den Nachrodt-Wiblingwerder Serpentinen und Hügeln. Auf einem solchen Drahteselmit Motorunterstützung will Birgit Tupat ihre Tour im August aber nicht antreten, obwohl sie weiß: „Es sind aber wohl welche reserviert...“

Im Urlaub schwingt sich die Bürgermeisterin gern aufs Rad. Zuletzt hat sie Borkum auf zwei Rädern erkundet. „Eigentlich bedauerlich, dass man das heute nicht öfter macht. Früher ging ohne Rad gar nichts. Ob zum Konfi-Unterricht oder zum Büdchen – wir Rennerder Kinder waren eigentlich immer auf diese Weise unterwegs“, erinnert sich die 48-Jährige. - Ina Hornemann

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