Awo empfängt Europa-Abgeordnete Birgit Sippel und Komikerin Monika Badtke

Ein Schnäpsken für Änne aus Dröpplingsen

Änne aus Dröpplingsen alias Monika Badtke brachte die Besucher der Awo-Veranstaltung zum Lachen. Foto: Bonnekoh

Nachrodt-Wiblingwerde - Humorig einschenken, das kann Monika Badtke alias Änne aus Dröpplingsen. Montag, 12. Mai 2014, bekam sie selber „einen eingeschenkt“, und zwar von Birgit Sippel, Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Die SPD-Frau gab der Komikerin aus dem Sauerland einen Klaren aus. Änne nickte nur kurz, führte das Glas zum Mund und meinte: „Nicht schnacken, Kopp in Nacken...“

„Wenn das hier so Brauch ist, bitte schön! Ich habe mich informiert“, stellte Sippel beim Besuch des Awo-Kaffeetrinkens im Haus an der Hagener Straße 96 gut gelaunt fest und ging mit der Flasche rum. Zuvor hatte Susanne Jakoby, SPD-Faktionschefin im Nachrodt-Wiblingwerder Gemeinderat, den mehr als drei Dutzend Gästen bei Kaffee, Kuchen und leckeren Schnittchen ein wenig zu den Kommunal- und Europawahlen berichtet.

Die Sozialdemokratin stellte ihre Kandidatinnen und Kandidaten der Doppel-Gemeinde vor. Viele waren anwesend und suchten das persönliche Gespräch. Birgit Sippel MdEP kennt Nachrodt-Wiblingwerde seit vielen Jahren. „Ich komme immer gerne wieder“, stellte sie fest. Die Parlamentarierin gab Einblicke in die Europa-Politik und machte sie an Beispielen wie der „Glühbirnen-Verordnung“ fest.

Was viele als Irrsinn bezeichneten, habe realen Hintergrund. Auch wenn eine Glühbirne nur wenige Watt verbrauche, es mache schon einen Unterschied, ob in einem Europa mit mehr als 500 Millionen Einwohnern jeder künftig eine Sparbirne eindrehe oder nicht. „Da wird manches Kraftwerk überflüssig“. Zudem erinnerte sie an den Atomausstieg, der auch mit so kleinen „Sparmaßnahmen“ in jeden Haushalt hineinwirke.

Änne aus Dröpplingsen brachte schließlich die Awo-Runde in nullkommanichts zum Lachen. Kaum im Saal, flitzte die Komikerin im hellen Trenchcoat und Rollator durch die Reihen und die Lachtränen flossen. „Ich kenne Änne schon lange. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn sie kommt“, sprach ihr eine Awo-Besucherin ein großes Kompliment aus.

Und Änne? Nach der Devise: „Je oller, je doller“, verblüffte die liebenswerte Komödiantin immer wieder mit kernigen und zotigen Sprüchen über Sexualität und andere menschliche Bedürfnisse. Besonders köstlich ihre Männergeschichten und die Kontaktanzeigen-Nummer. Die Zuschauer quietschten Montag vor Vergnügen. -von Johannes Bonnekoh

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