Biotop-Management unter Hochspannungsleitungen

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Sebastian Jäger. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ohne den „EuP-Schein“ geht nichts - zumindest, wenn man als Forstfachmann für die RWE Stromleitungen freischneiden will. Die Firma Peter Strugholtz aus Anröchte hat diesen Auftrag ergattert.

Das Unternehmen ist dabei, mit ihren „elektrotechnisch unterwiesenen“ Mitarbeitern, nach den von der RWE vorgebenen Kriterien die Strecke von Attendorn bis nach Hagen-Boele von Bäumen und Gebüsch freizuschneiden. Gestern waren sie in Wörden unterwegs. Wie Sebastian Jäger, Vorarbeiter bei Firma Strugholtz erläuterte, müsste ein fünf Meter breiter Streifen rund um Masten und Stromleitungen frei bleiben, sonst drohe „Erdschluss“. Und RWE habe dabei detaillierte Anweisungen ausgearbeitet, wie freizuschneiden sei.

Quasi für fast jeden Mast nebst Leitung gebe es Vorgaben. Denn der Freischnitt erfolge auch nach ökologischen und ästhetischen Gesichtspunkten. „Das nennt sich Biotop-Management“, erläutert Vorarbeiter Jäger. Holunder und Weißdorn müsse meist stehen bleiben, Pioniergehölze wie Birken, Eschen oder Erlen müssten weg. Dabei gehe es auch um die Kulisse, sagte Jäger weiter. Seitens der RWE achte man eben darauf, dass es keine unschönen Schneisen gebe.

Die Hochspannungsleitungen werden regelmäßig, auch per Hubschrauber, kontrolliert und in einem Rhythmus von drei Jahren freigeschnitten. Je nach Baumsorte, muss man auch häufiger zur Säge greifen. ▪ vdB

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