Bilanz der Forstämter: 350 000 Pflanzen eingebracht

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Forstamtsleiter Bernd Schmitt spricht. Der 1. Vorsitzende Ernst-Ulrich Pühl (Mitte) hört gespannt zu.

Nachrodt-Wiblingwerde - Ende des Jahres sollen die Holzvermarktungsbüros innerhalb der Forstämter aufgelöst werden. Zu ihrer Jahreshauptversammlung kamen die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Nachrodt-Wiblingwerde im Schloss-Hotel Holzrichter zusammen.

Gegen Ende einer Tagesordnung, deren Formalia Ernst-Ulrich Pühl als Vorsitzender schnell abarbeitete, informierten Regionalförster Christof Schäfer und Forstamtsleiter Bernd Schmitt über das vergangene Wirtschaftsjahr und die neuesten Entwicklungen innerhalb des Regionalforstamts Märkisches Sauerland.

Der wichtigste Punkt: Ende des Jahres sollen die Holzvermarktungsbüros innerhalb der Forstämter aufgelöst werden. Doch zunächst gab Christof Schäfer seinen Jahresbericht ab. Die Forstbetriebsgemeinschaft Nachrodt-Wiblingwerde zählt zurzeit 114 Mitglieder und bewirtschaftet eine Waldfläche von 1320 Hektar.

Es sei vor allem die ungleiche Verteilung des Niederschlags gewesen, die das vergangene Jahr gekennzeichnet habe. Während es in der ersten Jahreshälfte deutlich unterdurchschnittlich geregnet habe, was wiederum der Käferpopulation zu Gute kam, sei es in der zweiten genau umgekehrt gewesen: „Die Vegetation ist regelrecht explodiert“.

Über das Jahr hinweg sind 4,5 Hektar Wald aufgeforstet und 12.500 Pflanzen eingesetzt worden. Zu den vielfältigen Maßnahmen, in der Summe zehn, zählten unter anderem der Freischnitt von Kulturen und die vorbeugende Behandlung gegen den Rüsselkäfer. Darüber hinaus sei auch das Eschensterben ein Thema gewesen. Ein Pilzbefall führe hier zu einem Rückgang der Belaubung „von den Zöpfen her“.

Was den Holzverkauf angeht: Hier haben vor allem die beiden Sturmereignisse Burglind und Friederike dafür gesorgt, dass die Sägewerke Probleme haben, die anfallenden Mengen auf einen Schlag abzutragen. „Spätestens im Herbst werden wir uns aber wieder in einem normalen Fahrwasser bewegen“, so Schäfer.

Für dieses Jahr kündigte der Regionalförster an, dass mit der Laubholzdurchforstung früher begonnen werde. Zudem sei, wenn sich genügend Waldbesitzer beteiligen würden, eine Herbstbekalkung geplant. Darüber hinaus plant die Forstbetriebsgemeinschaft eine Tagesfahrt in das Drahtseilwerk der Künne-Gruppe nach Hemer.

Gegen Ende der Versammlung konnte Forstamtsleiter Bernd Schmitt noch berichten, dass das abgelaufene Jahr eines der Besten seit „Kyrill“ gewesen sei. Im gesamten Forstamt seien insgesamt 204 Maßnahmen durchgeführt worden, darunter 350 000 eingebrachte Pflanzen.

Auch seien Waldwege auf einer Länge von insgesamt zwölf Kilometern neu gebaut worden. Dass die Forstbetriebsgemeinschaften aber in kommenden Jahren eine eigene Vermarktung auf die Beine stellen müssen, stimmte Schmitt skeptisch. In diesem Sinne will er sich für eine Übergangsfrist einsetzen.

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