„Das traurigste Jagdjahr“

Alter und neuer Vorstand des Hegerings auf einem Bild: Linda Gessler, Harald Laus, Torsten Pühl, Ludwig Höllerhage, Johannes Pühl und Kim Bracht.
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Alter und neuer Vorstand des Hegerings auf einem Bild: Linda Gessler, Harald Laus, Torsten Pühl, Ludwig Höllerhage, Johannes Pühl und Kim Bracht.

„Das war wohl das traurigste Jagdjahr in der Geschichte“, fasste Harald Laus das vergangene Geschäftsjahr zusammen. Corona überschattete das Vereins- und Jagdleben. Zugleich gab es auch positive Meldungen: Es konnten in diesem Jahr wieder neue Jungjäger im Rahmen der Jahreshauptversammlung in den Hegering Altena aufgenommen werden

Nachrodt-Wiblingwerde/Altena – „Was uns richtig geärgert hat, waren die Vandalen auf dem Waldlehrpfad“, sagte der Vorsitzende Harald Laus. Der Schaden sei nicht gerade gering. Der Vorstand habe die demolierten Schilder und Stationen in Eigenregie wieder hergestellt.

Walter Strüning, Obmann für den Waldlehrpfad und Öffentlichkeitsarbeit, kann also aktuell wieder Führungen anbieten. „Durch Corona waren in den vergangenen Wochen natürlich nicht viele Gruppen da“, sagte Strüning. Umso mehr seien ihm bestimme Gruppen in Erinnerung. Vor allem eine Schulklasse vom Niederrhein: „Es ist erschreckend, was den Kindern in den Schulen vermittelt wird – oder eben auch nicht.“ Die Schüler hätten keine Ahnung gehabt, was Ökologie bedeute, warum es ein Waldsterben gibt und vom Borkenkäfer hätten sie noch nie gehört. Umso wichtiger seien solche Führungen und eben der Waldlehrpfad an sich.

Jagdhörner
proben wieder

Wolfgang Dresel, Obmann für die Jagdhornbläser berichtete, dass seit vier Wochen wieder geprobt werde: „Es waren noch Töne im Horn, aber bis wir wieder reif für einen Auftritt sind, wird es dauern.“ Zudem teilte er mit, dass es in diesem Jahr keine Hubertusmesse geben werde. Eine solche Veranstaltung sei derzeit schlicht nicht zu stemmen.

Begrüßt wurde seitens der Mitglieder auch die Anschaffung einer Drohne zur Rehkitzsuche. Unklar ist aktuell noch, wie genau der Ablauf sein wird. Denn das große Problem sei, dass meist alle Landwirte zur gleichen Zeit mähen möchten. „Da muss man dann gucken, wie man Prioritäten setzt. Das wird sich einspielen“, sagte der neue Vorsitzende Torsten Pühl.

Nachwuchsarbeit
erfreulich

Erfreulich sei nach wie vor die Nachwuchsarbeit. Im Rahmen der Versammlung konnten trotz Corona vier Jungjäger in den Hegering aufgenommen werden: Lukas Schumann, Hendrik Voß, Kim Bracht und Lutz Bolte. Zugleich gab es etliche Ehrungen für langjährige Mitglieder.

Martin Hohage und Frank Zaremski beispielsweise seit 25 Jahren. Erich Bogena, Ulrich Hebenschreit und Thomas Kocher wurden für 40-jährige Treue ausgezeichnet. 60 Jahre sind Udo Kalthoff und Heinz Günther dabei. Peter-Wilhelm Dresel, Hermann Höffinghoff und Karl-Heinz Krege sogar schon seit 65 Jahren.

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