Eine sonderbare und wunderbare Geschichte

Zentralen Mittelpunkt des Krippenspiels bildeten Maria und Josef, die überraschend ein Kind bekommen und einen Ort für die Geburt ihres Sohnes suchen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Zur Bühne wurde der Altarraum der evangelischen Kirche Wiblingwerde am Ersten Weihnachtsfeiertag. Auf dem Programm stand ein Klassiker.

Der Kinderchor „Regenbogen“ erzählte und sang die alte und doch immer wieder neue Geschichte von zwei jungen Menschen, Maria und Josef, die überraschend ein Kind bekommen und einen Ort für die Geburt eines in vielen Hinsichten außergewöhnlichen Sohnes suchen.

Gaba Mertins erzählt die Geschichte in neuen Worten und einem zeitgenössischen Gewand in dem Weihnachtsmusical „Sonderbar“, das Kantor Johannes Köstlin mit den Kindern einstudiert hatte. „Seit dem Spätsommer wurden CDs gespielt und die Familien der Kinder auf Weihnachten hingeführt“, berichtete der Kantor von der monatelangen Probenarbeit. Aufgeregt seien deshalb nicht nur der Chorleiter und die Kinder, sondern sicherlich auch die Eltern und Geschwister in der Kirche. Und die intensive Probenarbeit hatte sich gelohnt: Sehr präsent und deutlich nach vorne sprechend und sogar als Solisten singend zeigten die Kinder ein ganz prächtiges Krippenspiel, für das es viel Beifall gab.

Sonja Pfaff las ergänzend die Geschichte, während Maria und Josef, die Engel, Hirten und Hoteliers das Flüchtlingsdrama mit Happyend spielten. Doch zunächst war da der Engel, der der – möglicherweise mit guten Gründen - noch ahnungslosen Maria verkündete: „Bei Gott ist nix unmöglich!“ Große Empörung wurde laut, als der Kaiser Augustus seine Boten, die die Gestalt von Johannes Köstlin annahmen, im ruppigen Befehlston verkündigen ließ: „Jeder Mann muss in die Stadt gehen, wo er geboren wurde!“ Das Volk meuterte: „Verschwinde!“

Und in die Empörung mischte sich so langsam die Erkenntnis, dass etwas ganz Besonderes passiert war: „Sonderbar, was damals in dem Stall geschah und irgendwie auch wunderbar.“ Pfarrerin Tabea Esch dankte den Kindern im Namen aller für ihren großartigen Auftritt und nahm das Stichwort von Jesus als dem größten Geschenk Gottes an die Menschen auf.

Das Wort „Geschenk“ als Bezeichnung für Jesus tauche zwar nicht in der Bibel auf, wohl aber das Wort „Gnade“, mit dem Paulus die Gabe Gottes an die zu erlösende Menschheit verbindet. Die Fürbitten gingen in fürchterlich kriegerischen Zeiten schließlich in all jene Regionen der Welt, in denen Menschen verfolgt, verletzt und umgebracht werden.

Von Thomas Krumm

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