Hohe Kosten, viel Aufwand und eine Spende

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Das Team der katholischen Kita St. Elisabeth verlegte die Besprechung ins „Lennecafé“.

Nachrodt-Wiblingwerde – Desinfektionsmittel für 80 Euro. Eine große Aufsteller-Tafel mit Corona-Hinweisen für 200 Euro, ein Kartenlesegerät für 100 Euro, Einmal-Speisekarten und Formulare für 120 Euro: Tief in die Tasche musste der Kulturschockverein greifen, um eine Bewirtung an der Lenneterrasse auch in Corona-Zeiten auf die Beine stellen zu können. 

„Aber wir sind froh, dass wir das Angebot hier wieder machen können“, sagt Ronny Sachse, Vorsitzender des Kulturschocks. Einen Dank schickt er an Bürgermeisterin Birgit Tupat, die privat 500 Euro an den Verein gespendet hat. „Das hat uns sehr geholfen.“ 

Als sich am Mittwoch um 16 Uhr die kleine Garage öffnete, Tische und Stühle auf die Lenneterrasse gestellt wurden, warteten die ersten Gäste schon sehnsüchtig. Die Bewirtung war und ist augenscheinlich heiß ersehnt. Mittlerweile gibt es das „Lennecafé“ im fünften Sommer und soll auch in diesem Jahr bis in den Oktober hinein immer mittwochs geöffnet sein. 

Trotz der vielen Auflagen aufgrund der Corona-Schutzverordnung ist die Stimmung entspannt. Nur die Selbstbedienung muss sich noch durchsetzen. „Wir sind nicht mehr so viele Leute, die die Bewirtung übernehmen können. Viele sind älter. Ihnen ist das Risiko zu groß. Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Da gibt es kein Richtig oder Falsch“, sagt Ronny Sachse. 

Und so waren am Mittwoch in der „ersten Schicht“ Bernd Greif, Ilse Alexius und Ronny Sachse hinter dem Tresen und am Grill. Aber auch Birgit Hirt, Thorsten und Reinhard Kühn haben ihre Hilfe zugesagt. Alle Besucher müssen sich – um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können – in eine Liste eintragen. Nach jedem Besuch werden Tische und Stühle desinfiziert. „Der Aufwand ist nicht ohne“, sagt Ronny Sachse, „aber die Freude, wieder hier zu sein, überwiegt.“ So sehen es auch die etwa 40 Gäste, die trotz schlechter Wettervorhersage zur Lenne kamen

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