Jugendzentrum: Nachfolger für Sylvia Kothe-Frankholz gesucht

Für Sylvia Kothe-Frankholz war es am Freitag die letzte Karnevalsparty im Jugendzentrum.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Eigentlich sollte schon Ende Dezember für Sylvia Kothe-Frankholz in Nachrodt Schluss sein. Von Anfang an war klar, dass sie das Jugendzentrum nur in der Anfangszeit leiten wird. Jetzt steht fest, dass Mitte des Jahres für sie definitiv der letzte Arbeitstag in Nachrodt sein wird – aber mit dem Jugendzentrum geht es weiter und das sogar noch größer.

„Ich habe eine halbe Stelle beim evangelischen Jugendreferat. Derzeit mache ich aber jede Woche sieben Stunden mehr, um das hier in Nachrodt zusätzlich zu meiner normalen Arbeit zu stemmen. Grundsätzlich sollte es aber bei der halben Stelle bleiben“, erklärt die Leiterin. Nachrodt sei ihr im vergangenen Jahr richtig ans Herz gewachsen. Die Arbeit mache Spaß und immer mehr Kinder und Jugendliche würden die Angebote, die freitags im Jugendzentrum stattfinden, nutzen. Im Schnitt, so Kothe-Frankholz, seien es an einem normalen Abend zwischen 20 und 30. Anfangs seien überwiegend Jungen gekommen, das ändere sich aber nach und nach und die Gruppe werde gemischter.

„Es ist ein tolles Arbeiten. Vor allem, weil hier die Atmosphäre so gut ist. Es gibt keinen Ärger mit Anwohnern und auch die Jugendlichen untereinander vertragen sich – und das ist keinesfalls selbstverständlich“, betont Kothe-Frankholz.

Derzeit ist für das Nachrodter Jugendzentrum eine volle Stelle ausgeschrieben. Gesucht werden Sozialarbeiter, Gemeindepädagogen oder Diakone, die Lust auf die Jugendarbeit haben. Denn das Jugendzentrum soll schon bald öfter öffnen. Die Arbeit ist so erfolgreich, dass die Nachfrage in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen ist. Dort, wo noch vor zwei, drei Jahren gerade Mal eine Hand voll Jugendliche saßen, ist es nun wieder voll. In der Übergangszeit wird Kothe-Frankholz die neue Leitung noch ein wenig begleiten, bevor sie sich dann wieder ganz ihren eigentlichen Aufgaben im Jugendreferat widmet. „Es fällt schon schwer, aber es ist eine bewusste Entscheidung meinerseits, bei einer halben Stelle zu bleiben und diese nicht aufzustocken“, betont sie.

Derzeit laufe die Bewerbungsphase. Einige Bewerbungen seien schon eingegangen. „Wer hier arbeiten will, sollte nicht nur ein großes Herz für Jugendarbeit haben, sondern auch kreativ, geduldig und organisiert sein“, sagt Kothe-Frankholz. Sie ist sich aber sicher, dass es einen engagierten Nachfolger geben wird, der das dann weiter ausbaut, was sie mit ihrem Team in Nachrodt angefangen hat.

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