Regina Püttmann spricht vor den Landfrauen:

Bewegung beugt Diabetes vor

+
Regina Püttmann referierte vor den Landfrauen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Was früher als Erkrankung des Altes galt, betrifft heute auch immer mehr junge Menschen: Diabetes Typ 2. Und genau darum ging es am Donnerstagnachmittag, 16. März,  bei den Wiblingwerder Landfrauen. Diabetes-Expertin Regina Püttmann erklärte den Teilnehmerinnen, was sie präventiv tun können und was erste Alarmsignale sind.

Diabetes 2 sei eine Diabetesform, die meist erst im Erwachsenenalter auftrete. Früher wurde sie deswegen auch als Altersdiabetes bezeichnet. „Allerdings sind heutzutage immer mehr jüngere Menschen betroffen“, erklärte Püttmann. Das liege unter anderem an genetischer Vererbung, aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel.

Zucker

Grundsätzlich sei Zucker allerdings nichts Schlechtes, im Gegenteil. „Unser Körper braucht Zucker. Vor allem das Gehirn“, betonte Püttmann. Aber damit der Zucker aus dem Blut auch in die Zellen kommt, die ihn brauchen, benötigt der Körper Insulin. Das wiederum wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. „Wenn ich jetzt, so wie sie gerade, ein Stück Kuchen essen, schüttet meine Bauchspeicheldrüse Insulin aus.

Die Zuhörerinnen folgten dem Referat interessiert und stellten im Anschluss viele Fragen.

Das heißt auch mein Blutzuckerspiegel ist kurz erhöht. Aber eben nur kurz“, erklärte Püttmann. Insulin sei nämlich so etwas wie ein Schlüssel zu den Zelltüren. Bildlich gesprochen sorge es dafür, dass sich die Tür zu den Zellen öffne und der Zucker so hineingelangen kann. Dort wird er dann verarbeitet. Püttmann sensibilisierte die Frauen auch für die ersten Diabetes-Anzeichen. So könnten übermäßiger Durst, starker Harndrang, Kraftlosigkeit, dauerhafte Erschöpfung und schlechte Wundheilung erste Symptome sein. „Aber Vorsicht, es gibt auch Patienten, die haben nur eines dieser Warnsignale. Ihnen geht es beispielsweise total gut und nur durch eine schlechtere Wundheilung fällt auf, das etwas nicht in Ordnung ist“, warnte Püttmann. Sicherheit erlange man durch eine Blutuntersuchung beim Arzt. Vorbeugen könne man Diabetes vor allem durch gesunde Ernährung und viel Bewegung. „Ein gesunder Lebensstandart ist die beste Medizin“, betonte Püttmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare