Bevölkerung darf bei den Kooperationen mitreden

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und die Stadt Altena wollen demnächst in verschiedenen Bereichen kooperieren. Die interkommunale Zusammenarbeit soll sich nicht nur auf das Schulwesen beschränken, obwohl das in der Öffentlichkeit derzeit am meisten diskutiert wird. Auch andere Felder wollen die beiden Kommunen gemeinsam bearbeiten.

Insgesamt fünf Bereiche des kommunalen Wirkungskreises haben Verwaltungsspitzen und Politiker für die grenzüberschreitende Kooperation auserkoren. Sie soll neben dem gemeinsamen Betrieb einer Sekundarschule anstelle von Hauptschulen und Realschule auch die Zusammenlegung der Baubetriebshöfe, der Standesämter und des Gebäude- und Liegenschaftsmanagements umfassen. Und auch die Fachbereiche Soziales, die Angelegenheiten der Grundsicherung, der Rente, des Wohngeldes und der Asylgewährung abwickeln, sollen demnächst auf einen Standort konzentriert werden.

Während Bemühungen um die die Einrichtung der Sekundarschule schon sehr weit gediehen sind – gestern wurden bereits die Ergebnisse der für die Genehmigung durch die Bezirksregierung erforderlichen Elternbefragung vorgestellt – ist in den meisten anderen Bereichen noch keine Entscheidung getroffen worden, wann die Zusammenarbeit beginnen soll.

Weil die Öffentlichkeit auf solche Prozesse der interkommunalen Zusammenarbeit häufig emotional reagiert, wollen Nachrodt-Wiblingwerde und Altena die Bevölkerung bereits jetzt offen und transparent über die Ziele der Vorhaben informieren. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt dem Rat, der sich am Montag, 28. November, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung in der Rastatt mit der Thematik befassen wird, die Einwohner von Nachrodt-Wiblingwerde noch in diesem Jahr, spätestens aber zu Beginn des nächsten Jahres über die Sachstände und Vorhaben zu informieren. Auch über die Form der Information soll der Rat entscheiden. Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll in der Aula der Albert-Schweitzer-Hauptschule eine Einwohnerversammlung durchgeführt werden.

Weitere Themen, mit denen sich der Rat am Montag befassen wird, sind die Finanzsituation der Gemeinde und der Antrag der Sportvereinigung Nachrodt auf Sanierung und Erweiterung der Umkleideräume unter der Turnhalle Holensiepen. Zu Beginn und am Ende der Sitzung können die Einwohner der Doppelgemeinde Fragen stellen und Anregungen vorbringen. ▪ vg

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