Winterdienst neu geregelt

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Im Winter bleibt es nicht bei den gewohnten Räumdienstleistungen. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Mit einer knappen Entscheidung ist am Montag der Winterdienst auf neue Füße gestellt worden. Von bisher drei schrumpft die Zahl der Fremdunternehmer auf einen. In die Bresche springt der Bauhauf mit demnächst zwei statt einem Miet-Lkw.

Insbesondere die CDU hatte sich gegen diese Lösung ausgesprochen und hätte es lieber gesehen, wenn die Arbeiten ausgeschrieben worden wären. Man habe mit privaten Dienstleistern – besonders im Bereich Wiblingwerde – in den letzten Jahren einfach gute erfahrungen gemacht. Die Abstimmung fiel mit zehn Ja- gegen neun Neinstimmen sehr knapp aus.

Mit dem Beschluss geht auch eine Leistungskürzung einher. Hintergrund ist auch hier der Sparzwang zur Sanierung des Gemeindehaushalts. So ist vorgesehen, in Sackgassen, auf Parkplätzen und in Zufahrten nur noch eingeschränkten Winterdienst zu leisten. Das bedeutet, dass dort nicht mehr gestreut wird und erst ab einer Schneelage von zehn Zentimetern geräumt wird.

Von dieser Beschränkung werden allerdings einige Straßenzüge ausgenommen, weil es hier starkes Gefälle gibt. Auf der Ausnahmeliste stehen die Straßen Am Hardtkopf, Amselweg, Am Tunnel, Erlenweg, Eschenweg, Hartmoll, Im Stuckenhahn und Meisenweg.

„Diese Veränderungen“, räumt die Gemeindeverwaltung in der Beratungsvorlage ein, „gehen eindeutig zu Lasten der Winterdienstqualität.“ Das sei aber wegen der notwendigen Einsparungen nicht zu vermeiden. Auch hier gab es Kritik der CDU. Fraktionschef Herbel verwies darauf, dass man sich hier leicht weiteren Unmut der Bürger zuziehen werde.

Susanne Jakoby äußerte dagegen Unverständnis über eine „negative Grundstimmung“ dem Bauhof gegenüber.

Das neu zugeschnittene Winterdienstprogramm basiert auf 300 Stunden, was dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entspricht. In der kommenden Saison sollen damit zunächst einmal Erfahrungen gesammelt werden.

Die Verwaltung sieht im Einsatz eigener Mitarbeiter konkreter Kostenvorteile. so sagte BM-Stellvertreter Jürgen Röll, dass unter dem Strich der Bauhof die Arbeiten am günstigsten leisten könne. zum einen würde auf Bauhofleistungen keine Umsatzsteuer fällig, zum anderen werde bei der Berechnung kein Gewinnzuschlag erhoben. ▪ tk

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