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Feine Gesellschaft im Haus Nachrodt

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Von: Volker Heyn

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Viele Gäste, darunter auch Vertreter der heimischen Politik und Wirtschaft, waren in den Festsaal im Haus Nachrodt gekommen.
Viele Gäste, darunter auch Vertreter der heimischen Politik und Wirtschaft, waren in den Festsaal im Haus Nachrodt gekommen. © Christian von Löbbecke-Campe

 Im vollbesetzten Festsaal im Haus Nachrodt veranstaltete der kürzlich gegründete Förderverein „Freundeskreis Kulturgüter Haus Nachrodt“ ein Benefizkonzert mit einem hochkarätigem Musikprogramm sowie geselligem Teil in den Salons und im Rondell des Parks. So berichtet es Hausherr Christian von Löbbecke-Campe.

Nachrodt - Gesammelt wurde für das Jugendsinfonieorchester des Märkischen Kreises, das sich durch drei junge Geigerinnen mit zwei kurzen Stücken vorstellte.

In seiner Begrüßung ging Christian von Löbbecke-Campe auf drei Premieren ein: Ein Benefizkonzert hatte es in dem mehr als 200 Jahre alten denkmalgeschützten Herrenhaus noch nie gegeben, der Blüthner-Flügel des Hauses wurde zum ersten Mal nach seiner Restaurierung wieder gespielt und die Veranstaltung war die erste des neu gegründeten Fördervereines.

Die stellvertretende Vorsitzende Kirsten Heusgen, die den Vorsitzenden Hans-Ulrich Holtkemper vertrat, begrüßte die vielen Gäste, darunter auch Vertreter der heimischen Politik und Wirtschaft. Sie stellte den Verein vor und machte auf die Atmosphäre des denkmalgeschützten Ensembles rund um das Haus Nachrodt aufmerksam. Sie dankte den Förderern, die mit ihrer Spende das Konzert möglich gemacht hatten.

Landrat Marco Voge und Bürgermeisterin Birgit Tupat freuten sich, zum ersten Mal überhaupt im Festsaal von Haus Nachrodt sein zu könen. Voge bedankte sich auch im Namen des erkrankten Orchesterleiters Thomas Grote für die Initiative, nach der pandemiebedingten zweijährigen Durststrecke ohne Auftritte und Übungsproben der Kultur wieder Raum, der musizierenden Jugend Aufmerksamkeit und den interessierten Menschen Gelegenheit zu Genuss und Zusammentreffen zu geben.

Der Restaurator des historischen Blüthner-Flügels von 1862, der Klavierbauer André Maiwald aus Kamen, erklärte den Gästen äußerst amüsant die Historie dieses Instrumentes und die Schritte der Restaurierung. Nach Meinung des Fachmanns handelt es sich bei diesem Blüthner-Flügel im Haus Nachrodt aus dem Jahre 1862 mit der Seriennummer 558 um den ältesten, bespielbaren der Welt.

Mit der Pianistin Sigrid Althoff aus Dortmund, die mit ihren Töchtern Laura Violetta Lex (Mezzosopran) und Alexandra Althoff (Cello) ein umfangreiches Programm in wechselnder Besetzung und in hoher musikalischer Fertigkeit spielte, hatte der Verein einen absoluten Glücksgriff getätigt. Sowohl als Solistin als auch Begleiterin ließ Sigrid Althoff mit großer Intensität und Souveränität das historische Instrument erklingen.

Die sich aktuell auf den Bundesentscheid „Jugend musiziert 2022“ vorbereitende, erst 19-jährige Cellistin Alexandra Althoff verzauberte mit und ohne Klavierbegleitung bei Bach, Beethoven und Tschaikowski mit virtuoser Spielkunst das Publikum, während ihre Schwester Laura Violetta Lex romantische Liebeslieder von Durante, Brahms und Schubert stimmgewaltig darbot.

Das Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, der persönlich im Haus Nachrodt gewirkt hatte, wurde gemeinsam mit dem Publikum gesungen.

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