Ben Sport zieht um

Ben Sport zieht um: Die Ladenbetreiber Burhan Eroglu (links) und Dennis Gerlach freuen sich auf die neuen Räume an der B236 in Nachrodt
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Ben Sport zieht um: Die Ladenbetreiber Burhan Eroglu (links) und Dennis Gerlach freuen sich auf die neuen Räume an der B236 in Nachrodt

Weit weg zieht es die Betreiber nicht. Nur ein paar Häsuer weiter finden Kunden bald Ben Sport in Nachrodt. Und wer kein Geld dabei hat, bekommt es direkt vor Ort.

Nachrodt-Wiblingwerde – Zuversicht und Optimismus statt Resignation: Trotz Pandemie investiert „Ben Sport“ und zieht um – und zwar in die ehemaligen Filialräume der Märkischen Bank an der Hagener Straße 67. „Für unsere Ansprüche ist es dort viel praktischer und moderner ist es auch“, sagt Geschäftsführer Dennis Gerlach.

Die Lagermöglichkeiten seien ebenso gut wie die Kellerräume zum Beflocken. Der Umzug von der Hagener Straße 77 fünf Häuser weiter ist spätestens für den 1. Juli geplant. Auch „Ben Sport“ ist vom Lockdown hart getroffen. Ein Jahr mit vielen Hindernissen liegt hinter dem Sportausstatter. „Es gab viele Momente der Verzweiflung“, sagt Dennis Gerlach.

Online-Verkauf: Kontakt zu Kunden geht verloren

Zu 80 Prozent arbeiten er und sein Partner Burhan Eroglu mit Sportvereinen aus der Region zusammen. Aber der Vereinssport ist lahmgelegt, „entsprechend weniger haben wir zu tun“, erzählt Dennis Gerlach, der auch einen Online-Shop betreibt. „Wir haben schon lange einen Online-Verkauf. Der Trend ist einfach so, was durchaus sehr schade ist, weil man den Bezug zu den Kunden verliert“, findet der 40-jährige Geschäftsführer, der 2013 bei „Ben Sport“ eingestiegen ist.

Burhan Eroglu ist von Anfang an im Nachrodter Geschäft, das es bereits seit 1997 in der Doppelgemeinde gibt und längst viele Stammkunden hat. Wichtig zu wissen: Im Foyer bleiben Stand heute die Automaten der Märkischen Bank. Die Geschäftsführer von „Ben Sport“ hoffen, dass die Kunden, die Geldgeschäfte erledigen, dann vielleicht auch mal einen Blick in das Sportgeschäft wagen.

Corona: Hoffnung zu überleben

„Wir würden uns darüber freuen, wenn wir die Nachrodter mehr ansprechen könnten. Sie sollen mal schauen, was wir Schönes haben. Es dreht sich nicht alles um den Vereinssport. Und man muss nicht immer sofort im Internet bestellen, sondern sollte den Einzelhandel vor Ort nicht vergessen. Diese Zeit ist eine harte Nuss für alle, viele haben Existenzängste“, bittet Gerlach um Unterstützung.

Dass der Lockdown nicht ewig gehen wird und „Ben Sport“ irgendwie durch die Krise kommen wird, ist die große Hoffnung. „Wir glauben, das der Vereinssport nicht ewig gebremst wird. Wir können uns bis dahin über Wasser halten“, ist Dennis Gerlach zuversichtlich, dass bald bessere Zeiten anbrechen.

Für „Ben Sport“ ist es seit 1997 die schwerste Krise. „Natürlich haben wir auch die Finanzkrise gespürt. Die Leute waren damals sehr vorsichtig beim Geldausgeben. Aber diese Pandemie ist der größte Tiefpunkt“, gibt Dennis Gerlach zu,

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