Auftaktveranstaltung am 13. März

Gemeindeentwicklungsplan: So können die Bürger jetzt mitreden

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Der Gemeindeentwicklungsplan soll Nachrodt-Wiblingwerde nach vorne bringen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit: Und so sollen sie kommen, alle Bürger und Bürgerinnen, um ihre Visionen für Nachrodt-Wiblingwerde auf den Tisch des Hauses zu bringen.

Am 13. März findet die Auftaktveranstaltung für den Gemeindeentwicklungsplan statt. Treffen ist ab 18 Uhr in der Rastatt.

Gemeindeentwicklungsplan: Etwas sperrig mutet der Name an. Doch tatsächlich könnte man große Hoffnung in dieses Papier setzen, das für die Doppelgemeinde etwas in Bewegung setzen soll und setzen kann.

„Man kann zwar Nachrodt-Wiblingwerde nicht neu erfinden, aber man kann mit Fördermitteln die Gemeinde in die Lage versetzen, weit über die eigenen Möglichkeiten hinaus, Projekte umzusetzen“, sagt Stadtplaner Thomas Scholle, Inhaber des Unternehmens „planlokal“, das mit der Aufstellung des Gemeindeentwicklungsplanes beauftragt ist. Planungszeitraum: acht Monate.

„Ich bin auf die Bürgerschaft angewiesen“, hofft Thomas Scholle auf viele Anregungen, Wünsche und Ideen, die vielleicht schon am ersten Gesprächsabend diskutiert werden können. „Ich kann nur die Ist-Situation sehen, aber die Wünsche kenne ich nicht“, so Thomas Scholle.

Im Moment sitzt sein Team also in der Startphase. Nach der Auftaktveranstaltung und einer Bevölkerungs- und Sozialanalyse stehen auch zwei Ortsteilwerkstätten vor den Sommerferien an – im Tal und auf dem Berg. Auch die Siedlungen und Ortschaften sollen natürlich nicht vergessen werden. „Da gibt es ja eine ganze Menge im Umfeld, was die Gemeinde prägt“, sagt Thomas Scholle.

Thomas Scholle.

Wie stellen sich die Bürger ihre Zukunft vor? Das ist die alles entscheidende Frage. Dabei kann man natürlich nicht die Zeit zurückdrehen, als es mehr Gastronomie, mehr Geschäfte gab. „Aber man kann gucken, was die Gemeinde braucht“, glaubt Thomas Scholle an einen guten Weg zum Erfolg.

Er kennt Wiblingwerde besser als Nachrodt. „Da habe ich vor zehn Jahren den Dorfentwicklungsplan gemacht und habe mir das Ganze heute noch mal angesehen. Auf den ersten Blick sieht es aus, als wäre nichts passiert. Aber tatsächlich hat sich bei der baulichen Entwicklung einiges getan.“ Heute könne man aber wesentlich mehr, denn heute wolle man Fördermittel beantragen. Das Zauberwort: integriertes kommunales Entwicklungskonzept mit konkreten Projekten, Kostenrahmen und Folgekosten. Und so sollen Leitprojekte und Umsetzungsstrategien erarbeitet werden.

Wünschen kann man sich also erst einmal alles. Zum Beispiel das Dorfbegegnungszentrum in Veserde. Es gibt keinen starren Rahmen. Die Kommune muss in der Lage sein, den Eigenanteil zu bezahlen. Letztlich müssen natürlich Prioritäten gesetzt werden, auf die sich Politik, Verwaltung und die Bürger einigen.

Gibt es krasse Missstände in Nachrodt-Wiblingwerde? Und wenn ja, wo? Mitwirkungsmöglichkeiten sollen die Bürger nicht nur bei der Auftaktveranstaltung und bei den Werkstätten bekommen, sondern auch über ein Online-Portal. Mitmachen, mitwirken ist 2018 angesagt.

Das Abschlussforum mit einer Ergebnispräsentation ist für November vorgesehen.

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