Behindertengerecht wohnen am Hang

Ein Düsseldorfer Architektenbüro möchte auf einem Hanggrundstück an der Bachstraße elf alten- und behindertengerechte Einfamilienhäuser errichten.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mit alten- und behindertengerechtem Wohnen verbindet man gemeinhin ebenerdige Architektur. Ein Düsseldorfer Architektenbüro möchte nun ein knapp 4000 Quadratmeter großes Hanggrundstück an der Bachstraße in Nachrodt mit elf Einfamilienhäusern für Senioren und Behinderte bebauen.

In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses, der sich am Dienstagabend mit dem Bauvorhaben befasste, fand das Vorhaben breite Zustimmung. „Das hat etwas Charmantes“, urteilte beispielsweise SPD-Ratsfrau Birgit Hirt, die selbst in unmittelbarer Nachbarschaft des Baugrundstücks wohnt. Auch CDU-Ratsherr Ulrich Gülicher machte aus der Sympathie seiner Fraktion für die Planung kein Hehl: „Das gefällt uns rundherum!“ Zustimmung gab es auch von der UWG. Das Votum des Fachausschusses, der dem Rat empfahl das Bauvorhaben durch die Änderung des Bebauungsplanes zu ermöglichen, fiel dementsprechend einstimmig aus.

Was die Politiker derart in Verzückung versetzte, sind auf Stützen gebaute Häuser, die auf zwei Plattformen angeordnet und über einen Aufzug erschlossen werden sollen. Dabei soll der steile und felsige Hang weitgehend in seiner ursprünglichen Form belassen werden. Unterschiedliche Farben und Materialen sollen den Fassaden der streng kubisch und geradlinig konzipierten Häuser mit einer Gesamtwohnfläche von 1850 Quadratmetern Individualität verleihen.

Die Häuser sollen Flachdächer erhalten, damit sie den Bewohnern der oberhalb stehenden Häuser (Im Stuckenhahn) nicht die Sicht über das Tal versperren. Genau deshalb ist die Änderung des Bebauungsplanes notwendig, denn eigentlich sind in diesem Bereich nur Sattel- oder Walmdächer erlaubt. Mit Flachdächern können sich sowohl die Gemeindeverwaltung als auch die Politiker nun wohl auch deshalb anfreunden, weil das große und steile Hanggrundstück trotz zahlreicher Bemühungen in den vergangenen Jahrzehnten nicht bebaut werden konnte.

Am Montag, 28. März, wird sich noch einmal der Rat mit dem Antrag befassen. ▪ vg

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