Beerdigung in der Urnenwand als Alternative

Ähnlich wie hier auf einem Friedhof im württembergischen Nordheim können wahrscheinlich auch bald in Einsal Bestattungen in einer Urnenwand vorgenommen werden.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Erdbestattungen gibt es auf dem katholischen Friedhof in Einsal seit jeher, seit einiger Zeit sind auch Urnenbestattungen und Beisetzungen in pflegeleichten Wiesenreihengräbern möglich. Geht es nach dem Kirchenvorstand der St. Josef-Gemeinde, soll in Kürze noch eine weitere Bestattungsform hinzukommen.

„Wir schauen immer nach den Bedürfnissen der Menschen“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hans Wehr, dass die Gemeinde sich auch dem gesellschaftlichen Wandel anpassen müsse. Inzwischen sei die Situation vielfach so, dass junge Menschen aus beruflichen Gründen aus Nachrodt-Wiblingwerde wegzögen, während die Eltern hier blieben. Nach dem Tod von Vater und Mutter stünden die auswärts wohnenden Hinterbliebenen dann häufig vor dem Problem, für die Pflege der Gräber zu sorgen. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde schon vor einigen Jahren die Möglichkeit zur Bestattung in Wiesenreihengräbern geschaffen. Und auch die Urnenbestattung ist in Einsal längst möglich. „Beide Bestattungsformen haben sich bewährt“, sieht Hans Wehr, dass die Gemeinde damit die richtigen Weichenstellungen vorgenommen hat.

In einer Gemeindeversammlung hat der Kirchenvorstand den Katholiken aus der Doppelgemeinde dann die Möglichkeit vorgestellt, Urnenbeisetzungen auch in einer Stele oder Wand vorzunehmen: Dabei wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen in eine Kammer gegeben, die dann verschlossen und mit den Daten des Toten versehen wird. „Der Vorschlag fand eine gute Resonanz“, berichtete Wehr. Der Kirchenvorstand habe daraufhin an der Umsetzung der Idee gearbeitet. So hat er inzwischen zum Beispiel das Einverständnis des Bistums Essen eingeholt, und auch Kostenvoranschläge liegen auf dem Tisch. Demnach muss die Gemeinde wohl etwa 10 000 Euro in die Hand nehmen, um Platz für 20 bis 30 Urnen zu schaffen. „Wir hoffen, dass wir unsere Pläne jetzt schnell umsetzen können“, erklärte Hans Wehr, dass die Urnenwand schon bald errichtet werden soll. Einen Platz hat der Kirchenvorstand bereits ausgesucht: Vor der Bruchsteinmauer in der Nähe der Pastorengräber sollen demnächst die ersten Urnen in marmornen Kammern beigesetzt werden können. Eine Erweiterung der Urnenwand soll später möglich sein. „Das Ganze ist ausbaufähig angelegt“, betonte Hans Wehr. ▪ vg

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