Rat gibt „grünes Licht“ für Bauvorhaben Waldemey

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Symbolfoto

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das Bauvorhaben zur Errichtung eines Landwirtschaftsbetriebs mit großem Kuhstall bei Waldemey hat am Montagnachmittag den Segen des Gemeinderates bekommen. Die Abstimmung fiel bei lediglich einer Enthaltung aus den Reihen der SPD deutlich für das Vorhaben aus.

Aus den Wortbeiträgen vor der Abstimmung ging hervor, dass es rund um das Projekt noch offene Fragen geben mag, doch seien diese nicht auf der Ebene des Gemeinderates zu beantworten. Es gehe bei der anstehenden Entscheidung um das „gemeindliche Einvernehmen“, was keineswegs mit einer Baugenehmigung gleichzusetzen sei. Diese werde vom Märkischen Kreis ausgesprochen ausgesprochen. Der Rat sei konkret gefragt, ob das Vorhaben mit den Maßgaben des Flächennutzungsplanes in Einklang stehe.

Peter Herbel (CDU) sagte zum Beispiel, das Projekt passe zwar „nur schwer in die Landschaft“, letztlich habe man aber nach der Rechtslage zu gehen. Überdies gebe es keine Einwände von Trägern öffentlicher Belange. Was mögliche Bodendenkmäler und historische Relikte in der Fläche angehe, so seien hier die Fachbehörden gefragt. Ähnlich äußerte sich auch Gerd Schröder (SPD). Hinsichtlich einer möglichen Archäologische Bedeutung des Gebiets sei LWL Archäologie in der Pflicht. Auch Johannes Illerhaus (UWG) unterstrich, dass hier zunächst nur das gemeindliche Einvernehmen gefragt sei. „Übrige Prüfungen sind davon nicht betroffen.“

Als möglicher Nachbar des Vorhabens hatte Karl-Heinz Lindenlaub in der Einwohnerfragestunde nochmals auf eine geschichtliche Bedeutung der Grundstücke hingewiesen. Hier dürfe sogar ein steinzeitlicher Siedlungsplatz gelegen haben, zeigte sich Lindenlaub nach jüngsten Erkundigungen überzeugt. „Das ist eine ganz spannende Fläche. Die sollte niemals bebaut werden.“ ▪ tk

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