Neueste Energietechnik für das neue Gemeindehaus

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Die Handwerker sorgen dafür, dass die Räume des neuen Gemeindehauses jetzt immer mehr ihr geplantes Aussehen annehmen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Rund zwei Jahre nach ihrem Auszug aus dem Evangelischen Gemeindehaus an der Schillerstraße wird die Evangelische Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld bald an der Kirchstraße ein neues Domizil beziehen können. Die Handwerker haben fast nur noch Restarbeiten zu erledigen.

Am besten ist der Anbau an das Pfarrhaus an seiner modernen Fassade zu erkennen: Rostrot leuchten die Platten, mit denen die Wände verkleidet sind. Innen ist der Unterschied zwischen Alt- und Neubau weitaus weniger augenfällig. Die renovierten Räume im alten Gebäudeteil unterscheiden sich praktisch nicht von den neu errichteten, so dass das Interieur des neuen Gemeindehauses durchaus harmonisch wirkt.

Herzstück des Gemeindehauses ist der 75 Quadratmeter große Saal. Wie auch der Eingangsbereich ist der Boden mit grauen Granitplatten belegt. „Die sind unempfindlich gegen Salz und rutschfest“, erläutert Baukirchmeister Jochem Demmer diese Wahl. Die Wände sind bereits weiß gestrichen, werden aber zum Teil noch weiter gestaltet. Vor allem eine große Fläche im Gemeindesaal wird ihr Aussehen noch verändern. Hier soll ein großes Kreuz aus dem alten Gemeindehaus einen neuen Platz erhalten.

Nebenan sind die Arbeiten an den sanitären Anlagen ebenfalls schon weit vorangeschritten. Die Wände sind gefliest und gestrichen, nur die Türzargen warten noch auf einen Anstrich. Sobald dann Waschbecken, Toilettenschüsseln und Urinale montiert sind, sind die WCs betriebsbereit.

Platz bietet das neue Gemeindehaus im Erdgeschoss auch für das Gemeindebüro, ein Sitzungszimmer für das Presbyterium und ein Lager. Das Linoleum, das hier auf dem Boden verlegt werden soll, liegt schon bereit. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass man sich hier längst im denkmalgeschützten Altbau des Pfarrhauses befindet. Erkennbar wird das an den Türzargen aus Holz, die erhalten werden müssen. „Die werden natürlich noch aufgearbeitet“, sagt Jochem Demmer. Und ein Teil der alten Türen soll auch noch als gestalterisches Element im Flur eingesetzt werden, damit der Übergang zwischen Alt- und Neubau für jedermann sichtbar wird.

Die Evangelische Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld schafft mit diesem Anbau den Spagat zwischen Alt und Modern. Doch ganz gleich, ob Alt-oder Neubau: Die Elektroinstallation ist auf dem aktuellsten Stand der Technik, wie Demmer versichert. „Wir halten uns an die neueste Energieeinsparverordnung und setzen auch überall LED-Beleuchtung ein. So sparen wir jede Menge Energiekosten“, sagt der Baukirchmeister der Gemeinde. Weil außerdem ein so genanntes Bussystem eingesetzt wird, werden die Besucher des Gemeindehauses keine herkömmlichen Lichtschalter mehr vorfinden. Stattdessen wird es Schalter geben, mit denen praktisch die gesamte Gebäudetechnik gesteuert werden kann.

Während die Innenräume den letzten Feinschliff erhalten, wartet draußen noch einiges an Arbeit auf die Handwerker. „Nächste Woche wird die Zuwegung gebaut“, erklärt Demmer und deutet auf den nur grob erkennbaren Zugang zur Eingangstür. Hinter dem Gemeindehaus muss aus einem Schotterplatz noch eine Terrasse werden. Doch Demmer ist zuversichtlich, dass das neue Gemeindehaus im nächsten Monat bezugsfertig sein wird. Und der vorgegeben Kostenrahmen werde auch eingehalten: „Notwendige Mehrausgaben konnten wir an anderen Stellen kompensieren“, versichert der Baukirchmeister. - Volker Griese

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