Schicke Wohnungen im Kampf gegen den Leerstand

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So schön sieht das fertige Bad im Stübchenstück 11 aus. Markus Kaiser freut sich über die sanierte Wohnung.

Nachrodt-Wiblingwerde - Am Stübchenstück 9 zieht es wie Hechtsuppe. Im Keller ist eine Tür zum Garten kaputt. In der Mitte gerissen. Auch ein Fenster ist gebrochen. Der Hausflur sieht „verboten“ aus. „So geht das nicht“, sagt Markus Kaiser, Vorstand der Baugenossenschaft. Im großen Stil ist die Genossenschaft aktuell dabei, Wohnungen zu sanieren – und die Häuser insgesamt auf Vordermann zu bringen.

Und es klappt. Im Stübchenstück 11 sieht es schon ganz anders aus. Der Hausflur muss noch gestrichen werden – der Rest ist gemacht. Die Wohnung im Obergeschoss, die heute übergeben wird, ist 90 Quadratmeter groß. Zwei Bäder, die auch nach einladenden Bädern aussehen. Küche, Bad, Flur gefliest, der Rest mit schickem Laminat ausgestattet. Durchgangszimmer gibt es nicht mehr. Es wurden Wände durchgebrochen und ein neuer Flur geschaffen, von dem alle Zimmer abgehen. Vor der Sanierung lag die Miete bei 4,50 Euro, jetzt bei 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Bis jetzt sechs Wohnungen saniert

Dienstleistungen, die Bauingenieure und Architekten übernehmen, sind durch die eigenen Leute der Genossenschaft Lüdenscheid abgedeckt. So wird Geld gespart, das in die Sanierungen gesteckt werden kann. Und: Die heiß begehrten Balkone soll es auch noch geben. Überall.

 „Ich hätte alles gern viel, viel schneller“, sagt Markus Kaiser. Aber Handwerker sind im Moment nur schwer zu bekommen. Von den Wohnungen der Baugenossenschaft, die noch in „Schutt und Asche“ liegen, gibt es 30 an der Zahl. „Bis wir das alles aufgeholt haben, dauert es noch etwas.“

 Seitdem es die Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid und einen neuen Vorstand gibt, sind sechs Wohnungen saniert worden – und weitere fünf folgen noch in diesem Jahr. Im Haus Hermann-Löns Weg 2 wurden alle Wohnungen saniert – 2019 sollen dort Balkone angebaut werden. „Und die, die wir fertigmachen, gehen weg wie warme Semmeln.“ Dabei soll auch das Gesamtpaket – inklusive Hausflur – stimmen.

 „Es ist kein Hexenwerk“

Nur bei den sehr großen Wohnungen dauert eine Vermietung länger – 800 Euro Warmmiete muss sich eine Familie auch erst einmal leisten können. Dadurch, dass die Baugenossenschaft acht Häuser verkauft hat, ist die Kasse aktuell gut gefüllt. „Unser Konzept geht auf.

 Es ist kein Hexenwerk, was wir machen“, schmunzelt Markus Kaiser. „Wenn wir zeitgemäße Wohnungen zu einem vernünftigen Preis anbieten, dann klappt das.“ Wichtigste Ziel: Reduzierung des Leerstandes, der aktuell bei zehn Prozent liegt. „Das kostet uns jedes Jahr rund 100000 Euro“, erklärt Markus Kaiser. Bis Ende 2019 soll der Leerstand auf fünf Prozent gesunken sein. „Das ist sportlich, aber wir müssen uns daran orientieren.“

Ein absolutes Schmuckstück entsteht übrigens gerade am Stübbecken 2. Eine Wohnung mit etwa 120 Quadratmetern, einem riesigen Wohnzimmer mit Panoramafenstern und Blick ins Grüne. „Das wird super“, schwärmt auch Markus Kaiser. Fertigstellung: wahrscheinlich im Januar. Die Baugenossenschaft möchte, dass es sich rumspricht, welch schöne Wohnungen in Nachrodt-Wiblingwerde angeboten werden.

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