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Wohnungen werden immer beliebter - doch Leerstände bleiben ein Problem

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Zufrieden mit der Entwicklung: Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Tupat und Vorstand Markus Kaiser.
Zufrieden mit der Entwicklung: Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Tupat und Vorstand Markus Kaiser. © Machelett, Lydia

244 Wohnungen gehören der Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde. 223 von ihnen sind aktuell vermietet – ein Erfolg. Vorstand Markus Kaiser ist überzeugt, dass die letzten Leerstände auch bald Geschichte sein werden. Er zeigte sich auf der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Aula der Grundschule optimistisch und zufrieden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Vier Jahre arbeiten er und seine Kollegen inzwischen daran, die Baugenossenschaft auf einen gesunden Kurs zu bringen. 2017 hatte das neue, erfahrene und vor allem hauptamtliche Team rund um Kaiser die Führung übernommen. Bis dahin waren es Ehrenamtler, die die Geschicke der Gesellschaft lenkten. Die Genossenschaft hatte allerdings eine Größe, die das nicht mehr sinnvoll zuließ. Damals wurde lange diskutiert, ob und wie es weiter gehen könnte.

Nun sind sich alle einig: Damals wurde die richtige Entscheidung getroffen. Seither ist einiges passiert. „Der Leerstand bleibt unser Hauptproblem. Aber wir sind schon deutlich besser geworden“, berichtete Markus Kaiser. Der Hauptgrund für die vielen freien Wohnungen sei der teils desolate Zustand gewesen. „Die vergangenen Jahre standen ganz klar im Zeichen der Sanierungen und Modernisierungen“, betonte Kaiser. 263 000 Euro investierte die Genossenschaft allein 2020 in die Modernisierung von Wohnungen. „Das Problem ist nicht der Markt. Es gibt genug Menschen, die Wohnungen suchen. Das Problem ist an vielen Stellen noch das Angebot“, erklärte der Vorstand.

Wohnungen, die frisch saniert und modern hergerichtet worden sind, seien im Nu vermietet worden. Insbesondere Familien und ältere Menschen nutzen das Angebot der Baugenossenschaft. „Wir achten natürlich auch schon direkt darauf, dass wir die Ansprüche dieser Menschen bei der Sanierung umsetzen. Allerdings ist das nicht überall möglich“, sagte Markus Kaiser. Allein die Topografie lasse altengerechte Wohnungen nicht überall zu.

Die Wohnungen der Genossenschaft sind inzwischen beliebt. Im Regelfall kann die Baugenossenschaft zwischen mehreren Bewerbern wählen. Auch im kommenden Jahr soll es mit Sanierungen und Modernisierungen weitergehen. Insbesondere die Wohnungen an der Bachstraße sollen in Angriff genommen werden.

Dort sind derzeit mehrere Wohnungen unbewohnbar. Sind diese Häuser fertig, geht es im Hermann-Löns-Weg weiter. „Uns ist es sehr wichtig, dass nicht nur die Wohnungen schön sind, sondern auch die Umlagen. Nach und nach werden so alle Anlagen hergerichtet“, erklärt Markus Kaiser.

Er sieht darin einen entscheidenden Vorteil zu den Mitbewerbern am Nachrodt-Wiblingwerder Wohnungsmarkt: „Wir kümmern uns und sind ansprechbar. Wenn beispielsweise die Heizung kaputt ist, kommt auch direkt ein Handwerker. Das ist bei anderen oft nicht der Fall.“

Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Birgit Tupat kann dem nur zustimmen: „Da sitzen die Ansprechpartner nicht in Berlin oder sonst wo, sondern vor Ort. Das ist schon etwas ganz anderes.“ Insgesamt liege man derzeit sogar über den 2017 festgesteckten Zielen. Es seien schon deutlich mehr Wohnungen saniert und neu vermietet worden als ursprünglich geplant.

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