Bauernverband: "Fürs Gemüse sieht's böse aus"

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Nachrodt-Wiblingwerde/Kreis - Rosig ist das jahr nicht für die Bauern. Die Erträge sind relativ niedrig. Besonders hart trifft es die Waldbauern.

Es war das zweite Trockenjahr mit Hitze in Folge, das die Erträge der Landwirtschaft erheblich gemindert hat. Kreisverbandsvorsitzender Günter Buttighoffer ging in seiner Bilanz des Bauernjahres auf diese Probleme ein. 

Aus seiner Sicht noch viel dramatischer ist jedoch die Situation der Waldbesitzer. „Die Katastrophe spielt sich im Wald ab.“ Damit massiven Schäden durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer führen zu teilweise drastischen Ertragseinbrüchen und sogar Totalausfällen in der Bilanz. 

Mai-Regen gut für den Grünschnitt 

Auch ein Thema in Buttighofers Bilanz: Die Niederschläge im Winter und Frühjahr. Diese konnten die fehlende Bodenfeuchte im Jahr 2018 nicht kompensieren. „Dennoch hat uns der verregnete Mai beim Grünland einen hervorragenden ersten Schnitt beschert“.

Auch der zweite Schnitt im Juni erbrachte gute Qualität und ausreichende Mengen für die Fütterung der Milchkühe. Danach fehlte dann aber wieder Wasser, um diese positive Serie fortzusetzen. 

Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende und Schweinehalter Ulrich Brinckmann aus Iserlohn ist mit seiner Getreideernte rundum zufrieden: „Meine Scheune ist randvoll, das gesamte Futter für meine Tiere für das nächste Jahr lagert vor unseren Augen“, sagte er. 

Unterschiedliche Qualität drückt Preis

Doch dies gelte nicht für alle Landwirte. Denn in NRW lag die Ernte unterhalb des langjährigen Durchschnitts und brachte zudem unterschiedliche Qualitäten, die nur zu mäßigen Erzeugerpreisen vermarktet werden konnten. 

Und „für das Gemüse sieht es böse aus, vieles ist unterentwickelt, einige Obst- und Gemüsesorten sind regelrecht verbrannt. Kartoffeln sind klein, trotzdem natürlich schmackhaft. Eine Chance haben unsere Gemüsebauern noch bei den letzten Herbstsorten bis November“, sagte Ulrich Brinckmann.

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