„Rezept“ gegen Verkehrschaos

Die Bauarbeiten an der Landstraße nach Wiblingwerde werden später beginnen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Mehr Schilder, mehr Polizeipräsenz und eine klare Verkehrsführung: Das soll das „Rezept“ gegen das Chaos sein. Erst im Juli – und nicht im Mai – beginnen die Bauarbeiten an der L 692 zwischen Westersiepen und Rennerde. Nachdem die „Generalprobe“ im Februar gefloppt war, trafen sich jetzt die Verantwortlichen in Hagen.

Bauleiter Olaf Bühren, Verkehrsplanerin Abuin y Garcia (von Straßen NRW) Roland Wachtmeister vom Straßenverkehrsamt, der Polizeibeamte Jens Naumann, Roland Jonigk und Kai Spors (Märkische Verkehrsgesellschaft), Stefan Wille und Michael Sonntag von der Stadt Altena, Reinhard Ittershagen und Johannes Illerhaus (Bürgerbusverein) Landwirt Roderich Knipps, Dirk Röding und Axel Boshamer von der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und Mark Wille für die Feuerwehr diskutierten zwei Stunden über die schwierige Verkehrssituation, die sich aufgrund der Vollsperrung so oder so ergeben wird. Dass es aber kein Drama wird, dafür sollen gezielte Maßnahmen sorgen.

Die MVG wird einen Schülerverkehr mit kleinen Niederflurbussen organisieren. Grundsätzlich gilt wieder für alle: Sie müssen mit Einbahnstraßen-Regelung die Brachtenbeck runter und den Kreinberg hoch fahren. Genau dies hatte im Februar für heftige Probleme gesorgt, da Hinweisschilder von vielen Autofahrern „übersehen“ worden waren.

„In der Anfangszeit soll es deshalb nun mehr Kontrollen geben“, verspricht Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer. Und: vernünftige Hinweisschilder, die sich ab Kreisel Lüdenscheid-Nord immer wieder wiederholen sollen. Für Lkw-Fahrer könnte die so genannte „gelbe Hand“ deutliche Signale setzen, dass die Zufahrt nur bis Wiblingwerde frei ist.

In der Brachtenbeck soll es hinter dem Autohändler eine Wendemöglichkeit geben – für alle, die sich vielleicht doch verfahren haben – oder für Lkw, die die Unternehmen anfahren müssen.

„Wir hoffen, dass wir alle Unwägbarkeiten berücksichtigt haben“, sagt Axel Boshamer. Die Bauzeit an den Serpentinen soll drei, maximal vier Monate dauern. Sollte es doch länger dauern, wird die Baustelle winterfest hergerichtet, so dass dann eine Durchfahrt möglich sein wird.

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