1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Nachrodt-Wiblingwerde

„Das Licht muss nicht ewig brennen“

Erstellt:

Von: Susanne Fischer-Bolz

Kommentare

Anja Esser, zweite Vorsitzende des Kreissportbundes (links), besuchte Bürgermeisterin Birgit Tupat, um die Banner-Aktion „Wir sparen Energie“ auf weitere Füße zu stellen.
Anja Esser, zweite Vorsitzende des Kreissportbundes (links), besuchte Bürgermeisterin Birgit Tupat, um die Banner-Aktion „Wir sparen Energie“ auf weitere Füße zu stellen. © Fischer-Bolz, Susanne

Es ist etwas unhandlich, das riesige Banner. Durch die Tür passt es kaum, aber es erfüllt seinen Zweck: „Wir sparen Energie“ ist als Slogan nicht zu übersehen. Jetzt sind die Sportler aufgerufen, Energie zu sparen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Kreissportbund Märkischer Kreis hat die Kampagne ins Leben gerufen und sucht nun nach dem Auftakt mit Landrat Marco Voge Unterstützer. Denn: Mindestens 20 Prozent Energie sollen auch Sportvereine laut dem Deutschen Olympischen Sportbund (DSOB) in den kommenden Monaten einsparen, um Schließungen von Schwimmbädern und Sportstätten zu vermeiden.

„Es darf niemandem egal sein“

Deshalb war Anja Esser, zweite Vorsitzende des Kreissportbundes, zu Besuch bei Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Ziel ist, auch die Sportvereine zu sensibilisieren“, sagt Anja Esser. Denn obwohl die Gemeinde mit ihrem „Energiesparpaket“ in den Turnhallen und auf Sportplätzen bereits aktiv geworden ist (wir berichteten), so soll doch auch jeder Einzelne mithelfen, dass die erhofften 20 Prozent Einsparungen auch geschafft werden. „Das fängt beim Lichtschalter an. Das Licht muss nicht ewig brennen, es darf niemandem egal sein“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. In Nachrodt-Wiblingwerde haben nur der Tennisclub in Einsal und die Sportvereinigung mit ihrem Vereinshaus eigene Anlagen, alle anderen Sportstätten sind in kommunaler Hand. „Wir tun, was wir können, aber wir brauchen die Unterstützung von den Sportlern“, sagt Birgit Tupat. Eine Erhöhung der Nutzungsgebühren für Vereine schließt sie aus: „Die Vereine sind durch Corona gebeutelt genug.“

„Irgendwann ist an der letzten Schraube gedreht“

Mit der Kampagne möchte der Kreissportbund für ein eigenverantwortliches Nutzungsverhalten der Vereinssportler werben. Irgendwo gebe es immer Möglichkeiten, vielleicht mit veränderten Trainingszeiten. Doch „irgendwann ist auch an der letzten Schraube gedreht“, so die Bürgermeisterin. Die Umrüstung auf regenerative Energieträger, Austausch der Heizsysteme, Umrüstung allerorts auf LED oder beispielsweise der Einbau ressourcenschonender Sanitäranlagen, wie es der DSOB empfiehlt, sind weder von heute auf morgen umzusetzen noch von heute auf morgen zu bezahlen. Wer Interesse oder Ideen zu Energieeinsparmaßnahmen der Vereine hat, soll sich per Mail an info@ksb-mk.de melden.

Auch interessant

Kommentare