Bahnübergang Helbecke für Lkw gesperrt: Suche nach Lösungen

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Der Bahnübergang Helbecke ist seit langer Zeit für Laster gesperrt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Bahnübergang Helbecke ist weiterhin für Lkw gesperrt: Das sorgt für Ärger. Und derzeit heißt es warten.

„Jeden Tag werden da Ordnungswidrigkeiten begangen“, sagt CDU-Ratsherr Michael Schlieck mit Blick auf den Bahnübergang Helbecke und ergänzt: „Wir wissen, dass die Versorgung gar nicht anders machbar ist als mit größeren Lkw. Wie geht es weiter?“ 

Seitdem im August 2018 der Bahnübergang für Lkw gesperrt wurde, ist die Situation prekär. Alles, was rollt und schwerer als 3,5 Tonnen ist, muss seither eine Ausweichstrecke finden. Nur: Die gibt es so nicht. 

Trafohäuschen im Fokus

Es formierte sich über Monate erheblicher Protest, der aber mehr oder weniger ins Leere lief. Die Einschränkungen für mehr als 500 Bürger der Gemeinde sind seitdem erheblich. 

Der Plan war, so erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat, dass die Walzwerke das Gelände hinter der Einfahrt zum Bahnübergang von Nachrodt kommend erwerben wollten, um dort Parkmöglichkeiten zu schaffen. Dabei sollte dann das Trafohaus nach hinten versetzt werden. 

Beim Märkischen Kreis wurde die entsprechende Bauvoranfrage gestellt und abgelehnt – aufgrund von befürchteter Lärmbelästigung für die Anwohner in Opperhusen. Die Verwaltung hat nunmehr den Eigentümer des Geländes direkt angeschrieben. Man wartet auf eine Rückmeldung bezüglich des Grunderwerbs. „Wenn das klappt, würden wir dann mit den Stadtwerken gemeinsam zusehen, dass die KV-Station verschoben wird, sodass die Sicht wieder gegeben ist“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. 

Freigabe für Laster dringend nötig

Für Autofahrer, die von Opperhusen kommend zur B 236 fahren, steht eben dieses Trafo-Häuschen im Weg, sodass die Sicht schlecht ist. Bekommt es einen anderen Platz, wird zudem auch das Abbiegen für größere Fahrzeuge erleichtert. „Bis jetzt haben wir noch keine Rückmeldung vom Grundstücksbesitzer“, so Birgit Tupat. 

Die Anwohner warten unterdessen händeringend darauf, dass der Bahnübergang wieder für Lkw freigegeben wird. „Wir müssen ja die Tiere füttern“, sagt beispielsweise Roderich Knipps. Ein Traktor mit Kesselwagen samt Futter für die Enten muss in wenigen Monaten wieder mehrmals wöchentlich fahren. „Da bleibt uns nichts anderes übrig“, sagt Roderich Knipps. 

Vielleicht, so sagt er, könne sich die Firma Amprion einschalten, die schließlich Hochspannungsleitungen bauen möchte. „Vielleicht kann man die Firma mit ins Boot holen, schließlich ist die Bundesbahn auf der unteren Leitung mit drauf“, bringt er eine neue Idee ins Rennen.

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