Bahnübergang Einsal: Entscheidung gefallen

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Am Bahnübergang Einsal soll es einen Fußgänger-Überweg geben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Unterführung am Bahnübergang Einsal wird nicht reaktiviert. Die Deutsche Bahn plant einen Übergang für Fußgänger. Die Pläne sorgten für hitzige Diskussionen im Rat.

Der Überweg habe den Vorteil, dass dieser barrierefrei sei, argumentiert die Bahn. Die Unterführung wäre mit Stufen versehen gewesen. Die DB glaubt auch, dass ein Fußgängerübergang größere Akzeptanz finden wird, da eine Unterführung für den Fußgänger größeren Aufwand bedeuten würde.

„Nach dem neuen Schreiben der Bahn geht man davon aus, dass rechts vom Bahnübergang, wenn man von der Bachstraße kommt, ein Überweg für Fußgänger eingerichtet wird und damit die sichere Überquerung gewährleistet wird.“ 

Mit dieser Aussage löste Kämmerin Gabriele Balzukat eine hitzige Debatte während der Sitzung des Rates aus. „Der Übergang auf der linken Seite wäre wesentlich besser“, meinte SPD-Ratsherr Christian Pohlmann. Die Grundschulkinder müssten sonst die Straße noch einmal queren. Genau dies sahen auch die CDU- und UWG-Mitglieder so. 

Keine Zustimmung für Weg rechts

Bei einem rechts verlaufenden Überweg möchte der Rat keine Zustimmung erteilen. Es muss eine Lösung her. 

Denn: Es ist es die Gemeinde, die eine Veränderung der Situation möchte, da der Bahnübergang Einsal durch Anordnung des Eisenbahnbundesamtes und des Märkischen Kreises für Kraftfahrzeuge, die länger als zehn Meter sind, gesperrt wurde. 

Bahnübergang wird komplett überarbeitet

Um eine Veränderung dieser Situation zu schaffen und zumindest Fahrzeuge bis zu zwölf Meter freigeben zu können, muss die Schleppkurve an der Bachstraße verändert werden. Wie Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz erklärte, wird der Bahnübergang Einsal also komplett überarbeitet und rückt nach rechts. Geplant ist, die S-Kurve zu beseitigen. 

Die Straßenführung soll von der Bachstraße geradeaus gehen. Und dazu soll es später beidseitig einen Fußweg geben. Es handelt sich aktuell um eine vorgezogene Maßnahme des großen Umbauprojektes, das noch Jahre auf sich warten lassen wird. 

Förderung für Kosten

Gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz müssen die Kosten auf alle Beteiligten zu gleichen Anteilen umgelegt werden – also auf die Bahn und die Gemeinde. Maßnahmen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz werden mit 80 Prozent gefördert, sodass nur ein Teil der Kosten bei der Gemeinde verbleibt. Der Förderantrag soll noch in diesem Jahr gestellt werden. Der Rat beschloss: Der Bahnübergang Einsal soll umgebaut werden - und der Fußgängerüberweg links verlaufen.

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