Arbeiten in Einsal

Bahnübergang wird von Hand gesperrt

Warten auf den nächsten Anruf, um dann mit Schlauchbändern den Bahnübergang Einsal abzusperren.
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Warten auf den nächsten Anruf, um dann mit Schlauchbändern den Bahnübergang Einsal abzusperren.

Vorsicht am Bahnübergang in Einsal: Dort schließt derzeit nicht die Schranke, wenn ein Zug kommt. Arbeiter riegeln die Gleise manuell mit einem Schlauchband ab. Aus gutem Grund.

Nachrodt-Wiblingwerde – Das Telefon klingelt. Jetzt aber hurtig: Die beiden Männer sperren mit rot-weißen Schlauchbändern den Bahnübergang in Einsal ab, bis der Zug – von Altena kommend– vorbeirauscht und die provisorische Schranke wieder geöffnet werden kann.

Kommt der Zug aus Richtung Letmathe, haben die Bahnarbeiter etwas mehr Zeit – sieben Minuten. „Es gibt schlimmere Jobs“, erzählt ein Mitarbeiter schmunzelnd, der die Fahrzeiten und Schrankenschließungen auch handschriftlich auf mehreren DINA4-Blättern bei sich trägt. Fehler dürfen den Männern, die seit dem Wochenende (3./4. Juli) die Sperrung per Hand übernehmen, nicht unterlaufen. Bis zum Donnerstag (8. Juli) sollen die Schranken außer Betrieb sein.

Bahnübergänge zeitweise außer Betrieb nehmen

Welche Arbeiten es exakt sind, die besonders nachts durchgeführt werden und für erhebliche Lärmbelästigung sorgen, wie einige Bürger erzählen, erklärt ein Bahnsprecher auf Anfrage: „Die Arbeiten an beiden Bahnübergängen hängen mit den vorbereitenden Arbeiten für das elektronische Stellwerk Finnentrop zusammen. Hier ist es notwendig, im Vorfeld die Anlage technisch vorzubereiten und daher zeitweise Bahnübergänge außer Betrieb zu nehmen.“

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit den Vorarbeiten begonnen, um die zwischen 30 und 50 Jahre alten Stellwerke in Altenhundem/Meggen, Plettenberg und Nachrodt/Altena durch moderne Stellwerkstechnik auf rund 35 Kilometern zu ersetzenDafür wurde auch nachts groß in Altena gebaggert.

Ab Sommer 2022 erfolgt die die Steuerung des gesamten Streckenabschnitts der Ruhr-Sieg-Strecke von Letmathe bis Kreuztal aus dem bereits bestehenden elektronischen Stellwerk (ESTW) Finnentrop, das technisch aufgerüstet wird.

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