Größere Kurve und eigener Fußweg

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Vertreter von DB Netz im Hauptausschuss: Christoph Giese und Ralf Birkner.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Bahnübergang Einsal wird komplett erneuert – und wenn alles reibungslos klappt, 2024 in Betrieb genommen. Zuvor jedoch gibt es noch einiges zu tun. Was genau, stellten Christoph Giese und Ralf Birkner von der DB Netz AG im Hauptausschuss vor.

 „Am Bahnübergang Bachstraße haben wir nicht ausgeprägte Schleppkurven. Das bedeutet, dass Lkw im Begegnungsverkehr nicht aneinander vorbeifahren können. Wenn sich ein Zug dem Bahnübergang nähert, schließen die Schranken und innerhalb von einer Minute ist der Zug am Bahnübergang. In der Zwischenzeit ist es nicht mehr möglich, den Zug anzuhalten. Und wenn der Bahnübergang nicht geräumt ist, weil die Fahrzeuge nicht rausfahren können, kommt es unweigerlich zu einem Zusammenstoß“, so Projektleiter Ralf Birkner. 

Deshalb wurde als Erstmaßnahme eine Beschränkung für Fahrzeuge, die länger als zehn Meter sind, eingerichtet. Jetzt soll im Bereich der unteren Bachstraße auch der Gehweg zurückgesetzt werden. Dadurch könnte sich der Kurvenbereich etwas vergrößern. „Dazu ist ein Flächenankauf erforderlich, zu dem es erste Gespräche gegeben hat“, so Ralf Birkner. Um den Gehweg zu versetzen, ist auch eine Genehmigung der Gemeinde erforderlich. 

Der Bahnübergang Einsal wird komplett erneuert. Es soll auch einen eigenen Fußweg (im Bild links eingezeichnet) geben.

Außerdem soll für Fußgänger die Möglichkeit geschaffen werden, über die Schienen zu gelangen – und zwar nicht wie bisher, sondern mit einem separaten Weg. Die Unterführung ist ad acta, weil „sie keine Lösung für Mobilitätseingeschränkte ist“, sagt Ralf Birkner.

 Der neue Übergang für Fußgänger hatte die Kommunalpolitiker bereits im Oktober beschäftigt. Denn zunächst hatte die Bahn rechts – von der Bachstraße runter kommend – einen Fußweg vorgesehen. CDU, SPD und UWG wollten aber für die Sicherheit der Bürger und insbesondere für die Schulkinder einen Gehweg links. Genau dies ist jetzt auch geplant. 

„Der Plan ist aktualisiert und überarbeitet“, so Ralf Birkner und ergänzt: „Dafür brauchen wir die Genehmigung des Eisenbahnbundesamts. Wir brauchen Baurecht. Das bekommen wir erst, wenn wir die Genehmigungsunterlagen einreichen.“ Geplant ist dies im kommenden Jahr. Dann werden auch die Unterlagen für die Gesamterneuerung des Bahnübergangs eingereicht. Die Längenbeschränkung für den Lkw-Verkehr kann erst aufgehoben werden, wenn der Bahnübergang komplett erneut wurde.

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