Bäume drohen auf Straße zu stürzen

Gefahr größer als gedacht: K24 bleibt gesperrt

Kein Durchkommen: Die K24 ist in Veserde gesperrt.
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Kein Durchkommen: Die K24 ist in Veserde gesperrt.

Der Fall K24 ist deutlich komplizierter als zunächst gedacht. Bei einem Ortstermin wurde das ganze Ausmaß der Gefahr deutlich. Das Ergebnis: Die K24 bleibt weiter gesperrt.

Nachrodt-Wiblingwerde –Zwei aufmerksamen Polizisten war an Neujahr bei einer Streife aufgefallen, dass einige Bäume aus den hinteren Reihen gekippt waren und nur noch in den Kronen der Laubbäume hingen. Die Feuerwehr rückte an und versuchte das Schlimmste zu verhindern. Doch es war ein gefährlicher Einsatz.

Das Waldgebiet in diesem Bereich gehört dem Fürsten von Bentheim-Tecklenburg. Um dieses kümmert sich Johanna Dreps-Kahl von der Firma Forstconsulting Dreps. Sie erklärt, dass bereits Fällungen geplant waren: „Wir hatten schon entsprechende Anträge beim Kreis eingereicht, um dort arbeiten zu können. Die drei Fichten und die Feuerwehr sind uns quasi zuvor gekommen.“

Viel mehr Fichten betroffen als gedacht

Kernpunkt seien diese drei Fichten, die vermutlich vom Wind in die massive Eichenkrone gekippt wurden. „Ohne maschinellen Einsatz kriegen wir das nicht weg“, erklärte Dreps. Die Maschine wird vermutlich am Donnerstag (7. Januar) oder Freitag (8. Januar) verfügbar sein. „In dem Zusammenhang wird auf der anderen Straßenseite ebenfalls der Fichtenbestand weggenommen.

Auch der ist extrem geschwächt und stellt ein Gefahrenpotenzial dar“, erläuterte Dreps das weitere Vorgehen. Die Fichten dort sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, der in der ganzen Region massiv wütet. Auch auf einer anderen beliebten Verbindungsstrecke im MK sorgte er für großen Ärger.

Sperrung der K24: Autofahrer ärgern sich

Für die geplanten Arbeiten wäre die K24 auch gesperrt worden. „Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Wochenende damit fertig sind. Wann die Straße wieder geöffnet wird, entscheidet in diesem Fall jedoch die Polizei“, erklärte die Försterin.

Die Autofahrer ärgern sich derweil über die schlechte Sichtbarkeit der Sperrung. Gerade wenn Stau auf der A 45 ist, nutzen viele die enge Ausweichstrecke über die K24. „Es fehlt ein Schild in Veserde. Jetzt stehen wir alle hier und müssen sehen, wie wir hier drehen“, ärgerte sich ein Autofahrer aus Recklinghausen.

Bei gutem Wetter sind die Barken, die in Höhe des Windrads stehen, von Weitem gut zu erkennen. Bei Nebel und Schnee jedoch nicht. Wenn mehrere Autos gleichzeitig bis vor die Sperrung fahren, wird der Platz zum Wenden knapp – gerade jetzt, da der Parkplatz voll ist, weil viele Wanderer die äußerst beliebten Wanderwege zwischen Hohenlimburg und Veserde nutzen. Straßen.NRW hingegen betont: „Die Vollsperrung ist frühzeitig ausgeschildert.

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