Wohl keine Öffnung vor Mai

Badewanne statt Schwimmbecken: Verzweifelte Gäste schicken lustige Fotos ans Gartenhallenbad

Füße und Quietsche-Entchen: Ein beliebtes Motiv.
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Füße und Quietsche-Entchen: Ein beliebtes Motiv.

Noch eine Woche dauert es, dann beginnen die Osterferien. Eine Zeit, in der Kinder sonst nicht selten einen Schwimmkurs im Nachrodter Gartenhallenbad anfangen. Natürlich mit dem Ziel, sich im Sommer sicher im kühlen Nass bewegen zu können. Coronabedingt fallen die Kurse dieses Jahr jedoch aus. Traurige Nachrichten erreichen die Verantwortlichen des Bades. Aber es gibt auch junge Eltern, die kreativ geworden sind, um den Mitarbeitern eine Freude zu machen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Füßchen in der Badewanne, neben Quietsche-Entchen oder auf der Spieldecke: Viele witzige Bilder hat Sabine Karisch bekommen – „alle von Teilnehmern des Schwangerenschwimmens, die ihre Babys bekommen haben, oder vom Babyschwimmen“, erzählt die Vorsitzende des Trägervereins Gartenhallenbad und ergänzt: „Alle vermissen das Schwimmen so sehr.“

Geplant ist eine Collage mit all den süßen Fotos, die dann im Gartenhallenbad aufgehängt wird. Aber wann man sie sehen kann und wann das Bad wieder öffnet, steht in den Sternen. „Auf keinen Fall vor Mai“, sagt Sabine Karisch. Und so kann es natürlich auch keine Schwimmkurse in den Osterferien geben.

Mittlerweile ist die Situation auch für sie eine emotionale Belastung. In vielen Whatsapp-Gruppen tauschen sich die Schwimmer aller Altersgruppen aus – und von allen Seiten hört Sabine Karisch nur traurige Stimmen: „Wann machst du auf?“, „Mein Rücken macht nicht mehr mit“, „Wann gibt es wieder Seepferdchenkurse?“ Mit Blick auf die Corona-Zahlen müssen diese Wünsche wohl hinten anstehen.

Sabine Karisch guckt im Bad fast täglich nach dem Rechten, schaut, ob die Pumpen richtig laufen, ob die Lüftungsanlage funktioniert. Das Wasser im Becken ist auf 25 Grad eingestellt. Hätte man alles heruntergefahren, dann wären bei den heftigen Minustemperaturen Risse im Becken vorprogrammiert gewesen.

Dadurch, dass die Lüftungsanlage in den Umkleiden ausgestellt ist, können aber Stromkosten in Höhe von 600 Euro monatlich eingespart werden. Bei den Wasserkosten und den Abwassergebühren gab es eine Rückzahlung. Gespart wurde auch bei auch bei den monatlichen Laborwerten, um die Wasserqualität zu prüfen. „Es geht ja niemand ins Wasser, auch ich nicht“, sagt Sabine Karisch.

Übrigens: Die Schulkinder dürften theoretisch ins Wasser, denn Schulschwimmen ist vom Ministerium erlaubt worden. Gleichermaßen gibt es aber auch einen Erlass, dass das Bad nicht öffnen darf.

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