An der B 236

Zwei Bahnübergänge sollten gesperrt werden: Verkehrskollaps drohte im MK

Der Bahnübergang Helbecke in Nachrodt
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Der Bahnübergang Helbecke in Nachrodt und der in Einsal werden ab Freitag, 3. September, komplett gesperrt.

Nachrodt drohte der Verkehrskollaps: Ab Freitag, 3. September, sollten auf der B236 zwei Bahnübergänge komplett gesperrt werden.

Update vom 3. September, 11 Uhr: Kehrtwende im drohenden Verkehrschaos auf der B236! Jetzt sollen die Bahnübergänge doch offen bleiben.

[Erstmeldung] Nachrodt-Wiblingwerde – Nachrodt droht der Verkehrskollaps: Nachdem aufgrund der Baustellenampel bereits seit einer Woche lange Staus an der B 236 entstehen, werden jetzt auch noch die Bahnübergänge Helbecke und Einsal komplett gesperrt. Und zwar ab Freitag, 3. September.

Bis zum 21. September muss der gesamte Verkehr von Wiblingwerde kommend über die L 692 zum scharfen Eck geleitet werden, wo er nicht abfließen können wird, weil sich seit Tagen genau dort an der B 236 lange Auto-Schlangen im Schneckentempo vorwärts bewegen. Durch Nachrodt zu kommen kann mitunter eine Stunde dauern.

Besonders dramatisch war es am vergangenen Dienstag. „Aufgrund von einer Manipulation an der Ampel wurden die Steuerzeiten verändert“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der sofort alle Hebel in Bewegung setzte und sowohl mit der Polizei als auch mit Straßen.NRW und dem Ampelbetreiber telefonierte.

Gemeinde und Polizei fordern Nachbesserung

Augenscheinlich hatten sich „Spaßvögel“ an der Ampel zu schaffen gemacht. So standen die Autos zum Teil mitten in der Baustelle, aber der Verkehr konnte nicht mehr abfließen. Das Problem wurde behoben. Eine Entspannung der Lage gibt es zu Stoßzeiten dennoch nicht.

Und jetzt? Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW, verspricht Nachbesserung und die Zusammenschaltung beider Ampeln – Lennebrücke und unterhalb des abgerutschten Hanges hinter der katholischen Kirche. „Das haben wir eingefordert, ebenso die Polizei“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der wenig erfreut darüber ist, dass in der jetzigen Situation auch die Komplett-Sperrung der Bahnübergänge ansteht. Eine Tatsache, von der die Gemeinde erst vor zwei Tagen erfuhr.

Bürgermeisterin zeigt Unverständnis

„Es droht ein Verkehrsinfarkt, das wird ein Drama“, befürchtet Bürgermeisterin Birgit Tupat, die nicht nachvollziehen kann, warum beide Bahnübergänge gleichzeitig gesperrt werden müssen. „Es gibt zurzeit keinen Bahnverkehr, man hätte ohne Not die Übergänge auch einzeln sperren können. Aber es ist offenbar von langer Hand geplant, denn man kann die Beschilderung nicht aus dem Hut zaubern.“

Die größte Sorge der Bürgermeisterin betrifft die Rettungskräfte, die im Notfall nicht zum Einsatzort kommen können. Die Gemeindeverwaltung hat ihre Bedenken an die Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet. Anfragen beim Märkischen Kreis und bei der Bahn wurden bis Redaktionsschluss nicht beantwortet.

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