Beschmierte Hauswand und anonymer Brief

Angriffe auf Aykut Aggül? Staatsschutz ermittelt in Nachrodt

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Die Polizei fuhr regelmäßig Streife dort, wo Aykut Aggül wohnt

Der Staatsschutz ermittelt in Nachrodt: Ratsherr Aykut Aggül hatte die Polizei eingeschaltet und auf seiner Facebook-Seite sowohl einen anonymen Brief als auch ein Foto von einer beschmierten Hauswand gepostet.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich bin geschockt und sehr traurig, was aktuell passiert, das alles ist ein feiger Angriff auf meine Person“, so der SPD-Parteivorsitzende.

Wie das AK berichtete, hatte sich Aggül in den offiziellen Unterlagen zur Kommunalwahl fälschlicherweise als Wirtschaftsinformatiker bezeichnet. Nach den Turbulenzen um seine Person entschied er sich, auf eine Kandidatur zu verzichten. Auch ist er aus der Fraktion ausgetreten. 

Angriffe auf Aykut Aggül? Staatsschutz ermittelt

Seitdem soll es Angriffe in Form eines anonymen Schreibens („Scheiß Türke verpiss dich in dein Land, sonst wirst du noch sehen was kommt“) und zwei roten Graffiti gegeben haben. Der Staatsschutz nimmt den Sachverhalt ernst. „Grundsätzlich kann man nicht ausschließen, dass die Straftaten politisch motiviert sind“, sagt Sebastian Hirschberg, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Hagen. 

Personenschutz bekommt Aykut Aggül nicht. Es sind allerdings Objektschutzmaßnahmen getroffen worden. Die Polizei fährt oder fuhr regelmäßig dort Streife, wo Aykut Aggül wohnt. Diese Maßnahmen werden aber, so sagt Sebastian Hirschberg, immer überprüft und angepasst. „Natürlich haben wir weiterhin die Geschichte im Blick.“ 

Blaue Markierungen auf Gulli-Deckeln haben nichts mit angekündigten Straftaten zu tun

Die Ermittlungen laufen. Und sie haben ergeben, dass die blauen Markierungen auf Gullideckeln nichts mit möglichen, angekündigten Straftaten zu tun haben. Dies hatte der Ratsherr wohl als weitere Bedrohung angesehen. „Die Gaunerzinken werden so auch nicht mehr benutzt“, erklärt der Pressesprecher der Polizei. In Nachrodt waren die blauen Punkte lediglich ein Hinweis auf ausgelegtes Rattengift. 

Unterdessen hat der SPD-Ortsverein eine Stellungnahme veröffentlicht und stellt sich klar und deutlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: „Die rassistischen Anfeindungen und Bedrohungen gegen seine Person verurteilen wir aufs Schärfste.“

Nach dem Eklat um den ehemaligen Spitzenkandidaten Aykut Aggül verlor die SPD wichtige Funktionäre. Außerdem braucht die SPD einen neuen Spitzenkandidaten - und wird diesen wohl am Mittwoch wählen.

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