Bauwagen als Rückzugs-, Bastel- und Wohlfühlort

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Anne Alban (3.v.l.) schnitt die Schleife durch und eröffnete damit ganz offiziell den Bauwagen.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Dass ich das noch erlebe“, schmunzelte Anne Alban, zückte die kleine Schere, schnitt die große Schleife durch und eröffnete den langersehnten Bauwagen, der jetzt bildschön und natürlich bunt angemalt auf dem Grundstück der Awo-Kita steht.

Nicht zu übersehen ist das Schmuckstück, das ab sofort der Rückzugs-, Bastel- und Wohlfühlort für die Kinder der Waldgruppe ist. „Die Heizung kommt noch rein“, sagt Katrin Bormann, Leiterin der Einrichtung an der Geschwister-Scholl-Straße. Sie freut sich riesig, dass der Bauwagen, den ihre Vorgängerin Anne Alban mit viel Herzblut initiiert hatte, jetzt endlich bezogen werden kann. Und: Aufgrund des nun größeren Raumangebotes konnten fünf Kinder in diesem Kindergartenjahr zusätzlich aufgenommen werden. Insgesamt besuchen jetzt 70 Mädchen und Jungen die Awo-Kita.

 Es war ein großes Hallo und buntes Treiben: Bei strahlendem Sonnenschein wollten Kinder und Eltern gleichermaßen den ersten Blick in den Bauwagen wagen. Dass er aber nicht nur zum Angucken ist, wurde sofort klar: Igel aus Tannenzapfen wurden zur Feier des Tages gebastelt. Ebenfalls ein Hickgucker: Die Terrasse mit schönen Palettenmöbeln, die die Eltern der Waldgruppe gefertigt hatten.

Das ist er, der langersehnte Bauwagen.

 15 Kinder zwischen drei und sechs Jahren gehören zur Waldgruppe. „Im Moment haben wir mehr Jungen als Mädchen, aber das kann sich nächstes Jahr schon ändern“, erzählt Erzieher Michael Barnowski. Er ist der einzige „Mann im Haus“ und seit 2014 in der Einrichtung. „Manche belächeln den Job des Erziehers, aber das sind doch die wenigsten“, sagt der 32-Jährige. Die Waldgruppe ist eine Art „Zwischenlösung“ zwischen der „normalen“ Kita-Gruppe und dem Waldkindergarten. Nicht bei sehr schlechtem Wetter, nicht bei Sturm und Orkan, aber durchaus auch im Regen marschieren die Kinder morgens in den nahegelegenen Wald, wo sie sich ein Nest gebaut haben.

 Im Wald gibt es einen kleinen Morgenkreis, bevor es täglich unterschiedliche Angebote gibt. Mal wird ein Webrahmen aus Stöcken gebastelt, mal heißt das Thema „Zahlenwald“, wenn durch Steine, Zapfen und Blätter die Welt der Zahlen näher gebracht wird. „Ausgeglichener“, so sagt Michael Barnowski, „sind die Kinder durch das Spielen im Wald. Und abends auch ausgepowert.“ Mittags geht es dann zurück zur Kita. Dort steht nun auch der Bauwagen für die Kinder zur Verfügung. „Wir haben 30 Kindergärten, aber nur hier gibt es so etwas“, freute sich Awo-Betriebsleiter Johannes Anft mit den zwölf Erzieherinnen und Erziehern vor Ort. Auch die Awo-Fachberaterin Martina Reers gratulierte zum Bauwagen, in dem es innen schon richtig gemütlich aussieht. Ein Basteltisch, Regale und Blumen-Bilder gibt es schon. Platz ist eben in der kleinsten Hütte. Und diese Hütte war sehn

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