Begegnung über Generationen hinweg

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Beim gemeinsamen Frühstück im Pertheshaus gab es die Gelegenheit, dass sich die Mädchen und Jungen der Awo-Kindertagesstätte und die Senioren aus der Altenpflegeeinrichtung einander kennen lernen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Im Rahmen eines Projektes namens „intergenerative Pädagogik im Elementarbereich“ arbeiten derzeit die Awo-Kindertagesstätte und das evangelische Perthes-Haus zusammen.

Hinter dem Vorhaben steht der Wunsch beider Einrichtungen nach einer engeren Kooperation; Basis des Zusammenarbeit ist die Erzieherausbildung am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg. Den Sinn der Zusammenarbeit erläutern Nele Illerhaus und Nina Gesatz: Zum einen sollen Kinder und Senioren dabei voneinander profitieren können. „Die Kinder können in vielen Bereichen von den Senioren lernen“, schreiben die Organisatorinnen. Die Senioren könnten dabei Wissen und Erfahrungen „im Sinne der Nachhaltigkeit weitergeben.“ Aus dem Wunsch nach einer Zusammenarbeit sind mittlerweile eine ganze Reihe von Ideen und Aktivitäten entstanden: So gab es ein erstes Kennenlernen durch verschiedene Spiele. Dann stellten sich die Junioren eine vermeintlich ganz einfache Frage: „Wie sehen alte Menschen überhaupt aus?“ Die Mädchen und Jungen erarbeiteten dabei das Aussehen älterer Menschen zur Vorbereitung auf gemeinsame Aktivitäten mit den Senioren. Bei einem gemeinsamen Frühstück im Perthes-Haus wurde dann am Montag der eigentliche Startschuss für das Projekt gegeben. Anschließend konnten sich die kleinen Gäste von der Geschwister-Scholl-Straße ein wenig im Haus umsehen. Nachmittags ging man schließlich der Frage nach, wie die Junioren mit ihrer Oma oder ihrem Opa am liebsten Zeit verbringen. Die Kinder konnten dabei als Hilfestellung auch Bilder malen; anschließend klärten Illerhaus und Gesatz, welche Ideen in die Projektarbeit übernommen werden könnten. Weitere Einheiten des Projektes sind für gemeinsames Turnen, einen Spielenachmittag und eine Vorlesestunde vorgesehen. Schließlich werden auch Lieder eingeübt, die am Donnerstag bei einem Liedernachmittag vorgetragen werden sollen. Zum Basteln wird am Montag Zeit sein: Dann werden die Mädchen und Jungen Rahmen anfertigen, die für die Ergebnisse der Bilderaktion vorgesehen sind. Bilder und Rahmen als Einheit werden dann bei der Abschlussfeier der Projekttage am kommenden Dienstag präsentiert.

Nele Illerhaus und Nina Gesatz zeigen sich überzeugt, dass sowohl für die Kinder als auch für die Senioren die gemeinsamen Aktivitäten eine Bereicherung des Lebensalltags bedeuten. Beide Einrichtungen bekämen auf diese Weise Ideen und Anregungen zur Gestaltung der Kooperation. Nach dem Ende der Projektphase könnten zudem einzelne Aktivitäten regelmäßig weiter durchgeführt werden – als konkretes Beispiel nennen die Organisatoren den Spiele- oder den Liedernachmittag. - Thomas Keim

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