Platz für sieben Windkraftanlagen

Gutachterin Dipl.-Ing. Claudia Bredermann.

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Auch die Doppelgemeinde soll ihre Flächen für Windenergieanlagen bekommen. Einen entsprechenden Beschluss hat am Montag der Planungs- und Bauausschuss auf den Weg gebracht. Er soll in eine Änderung des Flächennutzungsplanes münden, in dem künftig entsprechende Vorrangflächen ausgewiesen werden.

Allerdings werden es keine riesigen Zahlen von Windkraftanlagen sein, die in Frage kommen. Aus einem Gutachten des Essener Büros Ökoplan – dem sich der Ausschuss angeschlossen hat – geht hervor, dass letztlich nur eine Fläche für den konzentrierten Bau von Windrädern in Frage kommt. Die Gutachter empfehlen eine Vorrangzone im Bereich zwischen Timmerberg und Hohenlimburger Straße; also westlich von Hinterveserde. Dort gelten 18 Hektar als geeignet und drei weitere als „bedingt geeignet.“ Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass dort bis zu sieben Anlagen errichtet werden können. Eine Höhenbegrenzung werde sich wohl nicht durchsetzen lassen.

Einen entsprechenden Beschlussvorschlag richtete der Ausschuss an den Rat. Kommt eine solche Vorrangzone zu Stande, sagte Gutachterin Claudia Bredermann, würden weitere Anlagen an anderen Standorten im Gemeindegebiet „nicht zulässig“ bzw. „sehr unwahrscheinlich.“ Alles in allem, so heißt es in dem Gutachten, existierten nur wenige Bereiche, in denen eine so genannte Windfarm konflikfrei errichtetb werden könne. Die übrigen „Potenzialflächen“ liegen, zumindest zum größten Teil, innerhalb von Waldgebieten, die starke Hangneigungen aufweisen. Hier ließen sich Windkraftanlagen nicht ohne unangemessen große Eingriffe in Boden- und Felsstrukturen errichten. ▪ tk

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