Grünes Licht für neues Feuerwehr-Fahrzeug

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Ein neues Fahrzeug braucht die Feuerwehr.

Nachrodt-Wiblingwerde: Die erste Hürde ist genommen: Vom Hauptausschuss gab es grünes Licht fürs neue Fahrzeug der Feuerwehr. Das ist ziemlich teuer.

„Wir wollen unseren Feuerwehrleuten, die 24 Stunden am Tag für die Sicherheit in der Gemeinde einstehen, zuverlässiges Material zur Verfügung stellen“, betonte Jens Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, und ebnete damit – ebenso wie die Kommunalpolitiker von SPD und UWG – den Weg für den Kauf eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20). 

„Es ist wichtig, dass unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute das Beste zur Verfügung haben“, sagte Michael Schlieck, der als erster stellvertretender Bürgermeister die Sitzung leitete. Bürgermeisterin Birgit Tupat ist erkrankt. 

Sehr wohlwollend wurde die Neuanschaffung des Fahrzeugs im Hauptausschuss diskutiert, nicht aber ohne Nachfragen und Erläuterungen von Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Schließlich geht es um 450 000 Euro. 

Veraltete Technik

„Das bisherige Fahrzeug wird zum Austausch-Zeitpunkt 20 Jahre alt sein“, erklärte Sebastian Putz. Das größte Manko sei aber, dass nur eine Staffel, also sechs Personen, Platz hätten statt neun. Und: Technisches Gerät müsse den heutigen Anforderungen angepasst werden. „Klassische Beispiele sind die hydraulischen Rettungsgeräte wie Schere und Spreizer. Es gibt mittlerweile Fahrzeuge, die damit nicht mehr geöffnet werden können.“ 

Verkaufe man das alte Fahrzeug jetzt, das derzeit bei 95 Prozent der Einsätze als erstes ausrückt und somit die höchste Beanspruchung hat, könne man zudem noch einen guten Preis auf dem freien Markt erzielen. Wenn man länger warte, bekomme man dagegen nichts mehr. „Und der Zustand ist erste Sahne“, lobte Michael Schlieck die gute Pflege der Feuerwehr-Fahrzeuge. „Die 450 000 Euro sind gut kalkuliert“, meinte Sebastian Putz. 

Keine Sonderausstattung

Auf Sonderwünsche wolle man zudem verzichten, zum Beispiel auf eine Seilwinde. „Das wäre ein Aufpreis von 30 bis 60 000 Euro und würde eine zusätzliche Lieferzeit von sechs bis zwölf Monaten bedeuten.“ Jetzt soll noch geprüft werden, was vom alten Fahrzeug übernommen werden kann. 

Nicht die Anschaffung des Fahrzeugs, wohl aber die Begleitung der Kommunalagentur bei der Ausschreibung wurde kritisch hinterfragt. Zum Beispiel von Ulrich Gülicher (CDU). 30 000 Euro sind im Haushalt für dieses Jahr eingestellt, 14 000 Euro für die Kommunalagentur. „Das höre sich viel an, aber da muss ein Fachmann ran“, meinte Michael Schlieck. 

Kommunalagentur kostet 14.000 Euro in diesem Jahr

Eigentlich, sagte Gerd Schröder, Fraktionsvorsitzender der SPD, gebe es doch eine Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis. Warum brauche man die Kommunalagentur? „Die Leistungsbeschreibung muss man liefern“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Röding. 

Und genau diese habe so einige Kniffe. Patrick Kriebel von der Löschgruppe Nachrodt verfolgte die Debatte um das neue Fahrzeug. Nach dem einstimmigen Beschluss für die Anschaffung wird das Thema nun im Rat am Montag, 7. Oktober, ab 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter diskutiert.

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