Ausbau L692: Grundstücksfragen verzögern Start

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Der Ausbau der L 692 verzögert sich weiterhin.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Ausbau der L692 verzögert sich weiter. Das liegt an Grundstücksverhandlungen mit Privatbesitzern. Mit einem anderen Projekt geht es nun aber vorwärts.

Es dauert und dauert und dauert. „Wenn alle Grundstücksfragen geklärt sind, könnte es im April losgehen“, schrieb das AK genau vor einem Jahr. Für 2019. Und wiederholt den Satz für 2020. Der Ausbau der L 92 vom Salzlager bis nach Rennerde und von Rennerde bis nach Eilerde verzögert sich weiterhin. 

„Wir sind noch am Anfang“, sagt Andreas Berg, Pressesprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Der Grund sind ungeklärte Grundstücksfragen. In der vergangenen Woche gab es ein Treffen vor Ort mit einem der insgesamt zehn Eigentümer, die für den Ausbau der Straße insgesamt 1600 Quadratmeter Land abgeben sollen. 

Kaum Rückmeldungen

Zudem werden für eine vorübergehende Beanspruchung während der Bauzeit noch 1850 Quadratmeter zusätzlich benötigt. „Es gibt immer nur Einzelgespräche“, sagt Andreas Berg. Zudem habe man zwar alle angeschrieben, aber eine Rückmeldung von nur drei Eigentümern erhalten. „Mit drei Leuten wurde telefoniert, mit einem gab es einen Termin. 

Das kann sich also noch alles etwas in die Länge ziehen“, sagt Andreas Berg und sieht wenig Chancen für einen schnellen Baubeginn. Es geht um einen „freihändigen Grunderwerb“: Man will sich mit allen Grundstückseigentümern einigen. „Da muss man schon mal bitte, bitte sagen“, betont Andreas Berg. 

Denn auf einen Planfeststellungsbeschluss möchte man verzichten. Statt eines langwierigen Verfahrens soll es eine Einigung mit den Besitzern geben, „damit wir den Ausbau vernünftig betreiben können“. 

So kommen Rennerder nach Hause

Die Sanierung der Straße kann wie beim Ausbau der Serpentinen nur unter Vollsperrung stattfinden. Damit Rennerde dann nicht von der Außenwelt abgeschnitten wird, ist der Ausbau in zwei Abschnitten geplant. Die Arbeiten werden dennoch in einem Rutsch durchgeführt. 

Die Rennerder sollen jedoch immer von einer Seite aus rein- und rausfahren können. Wenn es denn eines Tages losgeht, wird der Abschnitt im sogenannten Hocheinbau erneuert. Dabei bleibt der Unterbau der Straße weitgehend erhalten, bekommt aber eine insgesamt 23 Zentimeter starke Neuauflage aus Asphalt. Breiter wird die Straße nicht. 

Thema seit 40 Jahren

Autofahrer müssen dann wieder den Kreinberg hoch- und die Brachtenbecke runterfahren. Mit Einbahnstraßen-Regelung. Übrigens: Bis 1954 war die Straße ein besserer Feldweg. Das erzählte der langjährige Ratsherr Stephan Schnietz, der darauf hinweist, dass es in den vergangenen 40 Jahren schon immer Zusagen in Sachen Ausbau und Sanierung gegeben habe. 

Schon während des Ausbaus des Teilstücks Wiblingwerde bis Autobahn A 45 in den Jahren 1976/76 habe es geheißen, der „Rest von Wiblingwerde nach Nachrodt sei schnellstmöglich in die Planung zu nehmen“. 

Eine gute Nachricht für Rennerde und Eilerde gibt es aber doch: Es gibt ausreichend Anwohner, die sich für den Umstieg auf Erdgas entschieden haben. Im Frühjahr 2020, so die Stadtwerke Iserlohn, wird mit dem Bau der Versorgungsleiten begonnen. Die Hausanschlüsse werden Anfang 2021 fertig sein.

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