Aber es kommen Veränderungen

Aufatmen bei den Waldbauern: Revierförster Christof Schäfer bleibt

Bleibt den Nachrodtern und Wiblingwerdern erhalten: Revierförster Christof Schäfer steht den heimischen Waldbauern die nächsten fünf Jahre zur Seite.
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Bleibt den Nachrodtern und Wiblingwerdern erhalten: Revierförster Christof Schäfer steht den heimischen Waldbauern die nächsten fünf Jahre zur Seite.

Ernst-Ulrich Pühl, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft, hat einen neuen Dienstleistungsvertrag mit dem Regionalforstamt Märkisches Sauerland unterzeichnet. Dieser besiegelt, dass der beliebte Revierförster Christof Schäfer der Doppelgemeinde erhalten beleibt. Es gibt aber auch Änderungen. Unter anderem geht es um 400 000 Euro.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Wir behalten Christof – und das ist die wichtigste Nachricht des Tages. Die Erleichterung ist wirklich riesig“, freut sich Ernst-Ulrich Pühl, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Nachrodt-Wiblingwerde. Er unterzeichnete am Donnerstagabend im Schloss-Hotel Holzrichter einen neuen Dienstleistungsvertrag mit dem Regionalforstamt Märkisches Sauerland. Und dieser besiegelt unter anderem: Die kommenden fünf Jahre steht Christof Schäfer den Nachrodt-Wiblingwerder Waldbauern weiter zur Seite.

Seit 2001 ist er in Nachrodt-Wiblingwerde aktiv. Seine Expertise wird geschätzt. Mit seiner unaufgeregten, lösungsorientierten und unkomplizierten Art hat der gebürtige Wuppertaler schnell Zugang zu der eingeschworenen Dorfgemeinschaft gefunden. Sein Wort zählt. Auf ihn verlassen sich die Waldbauern. Was er kann, hat er in Krisenzeiten bewiesen. „Ohne Christof hätten wir sicherlich nicht so viel so gut geschafft“, sagt Pühl.

Schäfer manövrierte die circa 120 FBG-Mitglieder nicht nur durch ruhige Gewässer. Er steht ihnen auch zur Seite, wenn es ernst wird. Bei Kyrill war, beim Borkenkäfer ist er aktuell im Dauereinsatz. Mit Forsthaus-Falkenau-TV-Romantik hat das derzeit wenig zu tun. Sein Kalender ist voll wie der eines Spitzenmanagers. Dennoch bleibt er stets ruhig und freundlich. Bei der Beratung setzt er auf individuelle Bedürfnisse und versucht diese stets bestmöglich mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Naturschutz zu vereinbaren. Vermutlich gibt es auf dem gesamten Gebiet der FBG keinen Baum, den Schäfer noch nicht gesehen hat.

Lange haben die Nachrodt-Wiblingwerder gebangt, ob sie „ihren Christof“ behalten können. Denn schon lange war klar, dass am 30. September dieses Jahres für die FBG eine Ära zu Ende geht. „Es beginnt quasi eine neue Zeitrechnung“, sagt FBG-Geschäftsführer Christian Hülle. „Bislang konnten wir die Dienstleistung unseres Revierförsters zu einem Sonderpreis mit 70 Prozent Rabatt beim Regionalforstamt einkaufen. Das Regionalforstamt bekam quasi einen Lohnkostenzuschuss vom Land NRW dafür.“

Diese Regelung wurde vom Bundeskartellamt gekippt. Zukünftig müssen die Nachrodt-Wiblingwerder folglich die Forstdienstleistungen zu vollen Kosten einkaufen. „80 Prozent können wir als Förderung beim Land NRW beantragen, den Rest ziehen wir von unseren Mitgliedern ein“, erklärte Hülle das künftige Vorgehen. Die FBG habe eine umfangreiche, offizielle Ausschreibung der Forstdienstleistungen durchführen müssen, aus der das Regionalforstamt Märkisches Sauerland als Sieger hervorgegangen ist.

Am Donnerstag wurde der neue Dienstleistungsvertrag unterzeichnet, der immerhin eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Gesamtvolumen von über 400 000 Euro hat. „Das ist schon eine ordentliche Hausnummer für unsere kleine FBG“, sagte Christian Hülle.

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