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Wie kommt man zum Tannenhof?

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Durchfahrt verboten am Kreinberger Weg. Anlieger dürfen allerdings durch.
Durchfahrt verboten am Kreinberger Weg. Anlieger dürfen allerdings durch. © Fischer-Bolz, Susanne

Hallenscheider Weg: gesperrt. Kreinberg: gesperrt. Auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum gibt es Probleme, zum Tannenhof zu kommen. Aber es gibt Lösungen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Auf der Suche nach dem schönsten Tannenbaum, der gerade gewachsen ist und der nicht nadelt, marschieren viele Menschen gern durch eine Schonung und hängen ein Zettelchen an den auserwählten Baum. „Das würde ich nicht machen“, sagt Heiner Tacke lachend. Denn dann würden andere kommen, das Zettelchen sehen und erklären, dass es doch lieber ihr Baum sei. „Lieber sofort mitnehmen“ , sagt Heiner Tacke vom gleichnamigen Tannenhof.

Anlieger dürfen durch, aber...

Nur: Es ist immer noch kompliziert, zum Hallenscheid zu kommen. Der Hallenscheider Weg, der bei der Flut zum Teil weggerissen wurde, ist noch gesperrt. Der Kreinberger Weg an den Fischteichen vorbei ist zwar offiziell für eine Durchfahrt gesperrt, aber eine Zufahrt nur für Anlieger ist möglich, aber auch nicht wirklich zu empfehlen. „Vom Kreinberg zu uns gibt es nirgendwo Ausweichplätze, und wenn dann von jeder Seite mehrere Autos kommen, dann haben wir ein Problem. Das gilt auch für die Straße von Wiblingwerde runter“, sagt Heiner Tacke.

Heiner Tacke  wird auch in diesem Jahr improvisieren, um seine Weihnachtsbäume zu verkaufen.
Heiner Tacke wird auch in diesem Jahr improvisieren, um seine Weihnachtsbäume zu verkaufen. © Engelmann, Ines

Tacke zieht zur Rastatt

Und nun? Unter der Woche, wenn es nicht so viel Andrang gibt, bietet Heiner Tacke einen Tannenbaum-Verkauf direkt an seinem Hof an. Allerdings ohne Glühwein-Verkauf, denn er bekommt aufgrund der Verkehrssituation keine Ausschankgenehmigung. An den Wochenenden werden die Tannenbäume im Bereich der ehemaligen Rastatt angeboten – direkt an der B236 und zwar am dritten und vierten Adventwochenende, also 10. und 11. und am 17. und 18. Dezember, jeweils von 9 bis 17 Uhr.

Preise bleiben stabil

Mit den Bäumen ist Heiner Tacke zufrieden. „Sie sind gut gewachsen“, erzählt er, wie gut sie halten nach dem langen Sommer, könne man aber erst später sagen. „Wir haben bis jetzt keine Fröste gehabt, die eigentlich gut sind vor dem Fällen. Wir hatten schon mal Jahre mit Sorge, dass die Bäume sehr nadeln würden, aber da ist nichts passiert.“ Vom Aussehen sei alles in diesem Jahr perfekt. In erster Linie werden die beliebten Nordmanntannen angeboten, ganz wenige Edeltannen und noch weniger Fichten. Das Preisniveau bleibt, die Weihnachtsbäume werden – im Gegensatz zu allen anderen Dingen – nicht teurer. Übrigens: Von kleinen Bäumen bis zu sechs Meter-Tannen ist alles zu haben. Die ganz großen Bäume von Tacke stehen zum Beispiel am Kreisverkehr an der Sparkasse Altena oder im Burghof, aber auch in den Nachrodter Kirchen. Drei mittelgroße Weihnachtsbäume werden beim Nachrodter Weihnachtsmarkt aufgestellt. „Ich selbst nehme immer einen, der übrig bleibt“, erzählt Heiner Tacke schmunzelnd. Für ihn beginnt jetzt die Arbeitszeit, auf die er sich freut. Jetzt entscheidet sich, ob sich die Arbeit des ganzen Jahres gelohnt hat oder nicht. „Wir verkaufen auch ab dem 14. Dezember täglich von 9 bis 18 Uhr am Langen Kamp in Altena“, lädt Heiner Tacke die Bürger zum Baum-Aussuchen ein.

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