Auch kritische Stimmen zur Zusammenarbeit mit Altena

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Da kam die SPD ein wenig in Erklärungsnot - hatten die Sozialdemokraten im Mai den CDU-Antrag als Schnellschuss noch abgelehnt, ruderten die Genossen nun zurück. Und befürworteten die kommunale Zusammenarbeit mit Altena, sagte SPD-Chefin Susanne Jakoby.

Das mache Sinn, weil die Burgstadt gleich nebenan liege und von der Größe her ganz gut zur Doppelgemeinde passe. Jetzt sei der Beschlussvorschlag und überhaupt alles zur Kooperation viel fundierter, das sei gut und man stimme daher dem Beschluss zur Kooperation zu. Auch wenn die Zusammenarbeit mit einem SPD-Bürgermeister (Iserlohn) sicher schöner gewesen wäre).

Die Union legte noch ein wenig den Finger in die Wunde. Peter Herbel sagte: „Ihr habt euch damals einfach nicht vernünftig mit unserem Antrag auseinandergesetzt“.

Auch die Johannes Illerhaus, Sprecher der UWG, kritisierte die Sozialdemokraten. Man habe damals die UWG eine Koalition mit der CDU unterstellt. Dabei sei es der UWG natürlich um die Sache gegangen. Gleichwohl sagte Illerhaus, dass er die enge Fixierung auf Altena kritisch sehen. Man sollte auch in Richtung Iserlohn-Letmathe blicken, gerade in Schulangelegenheiten könne das sinnvoll sein.

Die CDU hatte das Forum im Rat genutzt um noch einmal ihre Beweggründe noch einmal fundierter deutlich zu machen. Herbel hielt eine kleine Rede, in der er vor allem betonte, dass man ausschließlich aus finanziellen und demographischen Gründen eine Kooperation auf Augenhöhe anstrebe. Dabei betonte Herbel. „Wer glaubt, dass dies der erste Schritt für eine spätere Fusion sei, der irrt gewaltig, denn für die CDU-Fraktion ist eine solche Überlegung weder heute noch morgen auf der Tagesordnung“.

Eine Bürgerbeteiligung wird von den Fraktionen angestrebt. CDU-Fraktionschef Herbel regte an, Bürgerversammlungen sowohl in Nachrodt als auch in Wiblingwerde zu dem Thema zu veranstalten. Am Ende wurde das Kooperationsvorhaben mit Altena einstimmig abgesegnet. ▪ vdB

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