Auch bei Kleinposten droht der Rotstift

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Blick in den Etatentwurf.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Noch ist es lediglich ein Arbeitspapier, eine Liste von Vorschlägen. Die Gemeindeverwaltung hat der Politik eine Reihe von Punkten präsentiert, wo nach Ansicht der Rathausmitarbeiter noch ein paar Euro eingespart werden können. Interessant in diesem Zusammenhang, dass dabei nicht nur auf die größeren Posten geguckt wird, sondern auch auf das Kleingedruckte.

Ein Beispiel: 15 Euro für Grabpflegekosten gab es bisher als Zuschuss, wenn ein naher Angehöriger eines Rathaus-Bediensteten verstorben war. Nach der neu vorgelegten Sparliste soll es künftig in einem solchen Fall nur noch einen Trauerbrief geben.

Um etwas größere Summen geht es bei den Zuwendungen zu Vereinsjubiläen: Diese sollen nach den Amtshaus-Vorschlägen komplett gestrichen werden. Bisher zahlt man aus der Amtskasse für ein 50-jähriges Vereinsjubiläum noch 300 Euro, wird der Verein 100 Jahre alt, fließen 600 Euro. Die Ortsvereine der Parteien erhielten auch bisher keine Zuwendungen.

Keine Änderungen werden dagegen vorgeschlagen, was die Ehrungen von Ratsmitgliedern oder deren Ausscheiden aus dem Rat betrifft. So soll es beim Ausscheiden nach einer Legilslaturperiode weiterhin einen Wappenteller; beim Ausscheiden nach zwei und mehr Legislaturperioden nebst einer Ehrenurkunde eine Goldene Uhr. Wer dem Gemeindeparlament 20 Jahre angehört hat oder sich besondere Verdienste um das Wohl der Gemeinde erworben hat, dem nach – nach Beschluss des Rates – weiterhin der Nachrodt-Wiblingwerder Ehrenring verliehen werden.

Gleichfalls unverändert sollen jene Zuwendungen bleiben, die für hohe und runde Geburtstage sowie für Ehejubiläen vorgesehen sind. Wer z. B. 90 Jahre alt wird, soll weiterhin 25 Euro in Bar und einen Blumenstrauß für zehn Euro bekommen. Goldene Hochzeiten sollen der Gemeinde 50 Euro wert bleiben, einen Blumenstrauß gib es auch weiterhin dazu.

Auch bei Etatposten im Bereich der anderen freiwilligen Aufgabem und Pflichtaufhaben könnte der Rotstift angesetzt werden. So ist vorgeschlagen, die Anschaffungen von beweglichem Vermögen für Turnhallen und Jugendzentren um die Hälfte beschnitten werden, aber auch die Ausgaben für die Ausstattung der Kinderspielplätze auf dem Gebiet der Doppelgemeinde. So ließen sich bei den freiwilligen Leistungen fast 16 000 Euro sparen. ▪ tk

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