Mit Armbrust Laterne zerschossen

Mitarbeiter Woldemar Repp zeigt das Aluminiumprojektil.

NACHRODT ▪ Martin Murza ist entsetzt. Dass jemand mit einem solchen Geschoss gerade an einem Schulweg schießt - das ist für ihn sehr bedenklich.

Die Firma Elektro Murza repariert für die Gemeinde Straßenlaternen. Und dass man im demolierten Lampengehäuse Steine oder Luftgewehrmunition findet, das gehöre schon zu Tagesordnung. Jetzt jedoch fand einer der Monteure ein Armbrustgeschoss in einer der Lampen, die zwischen dem Verbindungsweg Hermann-Löns-Weg und Schmalsgotte stehen.

Der Armbrustpfeil ist 38 Zentimeter lang, der gefiederte Schaft ist aus Aluminium, die Spitze aus Eisen. Ein gefährlich aussehendes Projektil, mit dem man sicher viel Unheil anrichten kann. Martin Murza wandte sich eben auch an die Redaktion, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und aufzurütteln.

Die Nachfrage bei der Polizei ergab: Armbrüste sind gesetzlich mit Schusswaffen gleichgestellt. Zum Umgang und Erwerb gibt es jedoch besondere Regelungen, die eben gesetzlich definiert sind. Dass jemand mit Armbrustfeilen in der Gegend herumschießt und Lampen demoliert - das ist für den Wachleiter auch nicht alltäglich. Es wird nun ermittelt. ▪ vdB

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